Man sagt, das Leben schreibt die besten Geschichten. Doch bis eine wahre Geschichte dann tatsächlich filmreif wird, muss noch einmal tüchtig umgeschrieben werden. Erbarmungslos werden Beteiligte rausgestrichen oder umgepolt – was den Handlungsfluss stört, kommt weg. Der Held wird heller, sein Gegenspieler dunkel schraffiert. Oder es werden drei, vier reale Menschen zu einer Filmfigur verschmolzen. Wer sich nicht entwickeln will, muss angeschoben werden, ja und irgendwie muss da noch eine Liebesgeschichte rein. Kurzum: Auch die realen Helden haben sich den eisernen Drehbuch-Regeln zu beugen.
Doch wo ist dann die Grenze, wo wir sagen wollen: Das geht nun doch zu weit. Was habt ihr aus der Geschichte gemacht? Und darf das Label «Based on a true Story» / «nach einer wahren Begebenheit» eigentlich noch verwendet werden?
Für dieses Buch haben sich 15 Journalistinnen und Journalisten 21 Filme, die «nach wahren Begebenheiten» entstanden sind, unter die Lupe genommen, um aufzuzeigen, wo jeweils die wahre Geschichte endet, wo die Fiktion beginnt und welche Ereignisse nicht ins Drehbuch passten und darum nonchalant ignoriert wurden.
Behandelte Filme: Eden (2024), September 5 – The Day Terror Went Live (2024), Sisi & Ich (2023), Oppenheimer (2023), Die Fotografin (2023), The Lost King (2023), Der goldene Handschuh (2019), Bohemian Rhapsody (2018), The Danish Girl (2015), Ziemlich beste Freunde (2011), Operation Walküre – Das Stauffenberg-Attentat (2008), Pakt der Wölfe (2001), Shine – Der Weg ins Licht (1996), Pocahontas (1995), Ludwig van B. – Meine unsterbliche Geliebte (1994), Schindlers Liste (1993), Schtonk! (1992), Der Elefantenmensch (1980), Die Unbestechlichen (1976), Lawrence von Arabien (1962), Meuterei auf der Bounty (1916/1933/1935/1962/1984).
Wolfgang Wissler
Wolfgang Wissler, 1960 in Basel geboren, war bis zum Ruhestand Redakteur der Tageszeitung "Südkurier" (Konstanz) und dort lange mit Medienthemen betraut. Zudem schrieb er mehrere Bücher; zuletzt erschien 2023 sein Roman "Straffers Nacht". Wissler lebt mit seiner Familie in Konstanz.
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"Weil der Wahrheitsgehalt einer Geschichte kein einfacher Vergleich von Außen- und Innentemperatur ist, sind Filmanalysen wie in 'Based on a true Story' wichtig. Die Abweichungen werden eingeordnet. [...] es wird auch gezeigt, wie erstaunlich genau einige Filme den Fakten und der Wahrheit folgten und wie viel Mühe in diese Faktentreue und in einige Details gesteckt wurde. [...] verdienstvoll und sehr kurzweilig zu lesen" (kriminalakte.org)
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"Unterhaltsam und informativ. Da es sich i.d.R. um Filme über besondere Begebenheiten handelt, lohnt sich die Lektüre auch dann, wenn man die Filme noch nicht gesehen hat. Die Darstellungen regen an, über Fragen von Kunst, künstlerischer Freiheit und Wahrheit generell nachzudenken." (ekz.bibliotheksservice)
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"spannend" (Moviestar Retro)
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"packt Filmbegeisterte wie auch Geschichtsinteressierte, ohne Gelegenheitslesende mit technischen Einzelheiten zu langweilen - und bietet für seine Lesenden zahlreiche Filmtipps." (ProZ April 2026)
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