Schon vor dem Ersten Weltkrieg war Asta Nielsen der erste internationale Star des Langspielfilms. Mit erfolgreicher Markenwerbung für Asta Nielsen in drei exklusiven Spielfilmserien führten Filmverleiher und Kinobetreiber ab 1911 das Starsystem in Deutschland und Österreich-Ungarn ein. Erstmals untersucht Friederike Grimm auf einer breiten Datenbasis die Reichweiten des Blind- und Blockbuchens der Asta Nielsen-Serien und analysiert das Starimage von Asta Nielsen in Tausenden von Kinoanzeigen, die online zugänglich sind in der Importing Asta Nielsen Database: Die Monopolserien mit Asta Nielsen in den Hauptrollen trugen maßgeblich zum Medienumbruch der Kinounterhaltung von kurzweiligen Nummernprogrammen zum Langspielfilm bei. Das Starsystem wurde nicht in Hollywood erfunden. Die Forschungsergebnisse von Friederike Grimm sind ein Meilenstein für die Star Studies.
Friederike Grimm
Friederike Grimm (geb. Steurenthaler) hat Medienwissenschaft an der Universität Trier und Kommunikationswissenschaft an der LMU München studiert. 2017 arbeitete sie an der Importing Asta Nielsen Database (IANDb). Von 2018 bis 2022 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-geförderten Projekt «Asta Nielsen – der internationale Filmstar und die Einführung des Starsystems 1911–1914» an den Universitäten Trier und Marburg. Anschließend war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Philipps-Universität Marburg.
2023 hat Friederike Grimm erfolgreich ihre mit summa cum laude bewertete Dissertation «Asta Nielsen-Starserien: Monopolvertrieb und Aufführung in Deutschland und Österreich-Ungarn 1911–1914» im Fach Medienwissenschaft an der Philipps-Universität Marburg verteidigt. Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichte sie unter anderem in den Fachzeitschriften Early Popular Visual Culture und Imago: studi di cinema e media. Friederike Grimm lebt und arbeitet in Freiburg im Breisgau.
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"sehr detailliert, sorgfältig recherchiert und ausgewogen urteilend." (ekz.bibliotheksservice)
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"besticht unter anderem durch perspektivenreiches Fragen, methodische Sorgfalt, interdisziplinäres Arbeiten, weitgefächertes Recherchienen, differenzierten Aufbau, schlüssiges Argumentieren, einschlägigen Erkenntniszugewinn, Innovationspotenzial sowie transparentes, sprachlich gefälliges Darstellen." (MEDIENwissenschaft 01/26)
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"a refreshing perspective [...] I highly recommend this in-depth and innovative study, which sheds new light on the rise of the first film star and its star system" (Nineteenth Century Theatre and Film)
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"Wer sich für die Geschichte von Filmverträgen, von sehr unterschiedlichen und komplizierten Verwertungsstrategien interessiert, wird hier perfekt bedient. Auch die massenhafte Einbindung von Kinos in Vertragssysteme, die in der Presse plötzlich allgegenwärtige Kinowerbung und ihre Ästhetik werden hier ausführlich gewürdigt [...] Grimm analysiert die Rolle der Filmhändler und liefert dabei Einblick in dubiose und spannende Biografien dieses Biotops von Spekulanten, Glücksrittern und konservativen Investoren (alle männlich), die die Frühzeit des Kinos maßgeblich geprägt haben." (Brot & Spiele)
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