Richard Wagner: Opernführer mit Holländer, Tannhäuser, Lohengrin, Meistersinger, Tristan und Isolde, Rheingold, Walküre, Siegfried, Götterdämmerung und Parsifal. Opern-Inhalte kurz und knapp auf den Punkt gebracht. Rezensionen aus Bayreuth ab 2009
Holländer, Tannhäuser, Lohengrin, Meistersinger, Tristan und Isolde, Rheingold, Walküre, Siegfried, Götterdämmerung und Parsifal – nur diese 10 Opern dürfen nach dem Willen Richard Wagners im Bayreuther Festspielhaus aufgeführt werden.
Genau nach dem Libretto erzählt Dorle Knapp-Klatsch diese Opern als Kurzgeschichten. Sie schreibt aus der Sicht einer Frau - mit einem Augenzwinkern in Hinblick auf die Chauviwelt zu Richard Wagners Zeiten.
Frauen kommen zwar häufig vor, haben aber bedingungslos zu gehorchen. Unbesiegbar als Kriegerinnen sind die Walküren. Jedoch verlieren sie ihren göttlichen Status, wenn sie nicht spuren. Oder es passiert eine Gemeinheit wie im Lohengrin, der Elsa zu heiraten verspricht - unter einer Bedingung. Sie darf ihn nie fragen, woher er kommt und welcher Familie er angehört. Jeder, der sich nur etwas mit der weiblichen Psyche auskennt, weiß, dass diese Auflage unmöglich eingehalten wird.
Senta schwärmt für einen Traummann, der durchs Weltall geistert. Es ist der Fliegende Holländer auf der Suche nach einer Frau, die für ihn in den Tod geht. Bisher fand er sie nicht, kein Wunder, denn welche Frau macht das schon freiwillig und bei vollem Verstand?
Richard Wagner verwendet für seine Opernstoffe häufig germanische Sagen oder mittelalterliche Schriften. Bis heute sind sie aktuell, weil sie Gefühle transportieren, die jeder nachvollziehen kann. Parsifal, der Junge ohne Schulbildung, besteht mit überschüssiger Kraft und gesundem Menschenverstand sämtliche Prüfungen und wird zum Erlöser eines vor sich hinsiechenden Ritterordens. Tristan und Isolde leben nicht in Italien wie Romeo und Julia, sondern in Irland. Ihr Schicksal ist ähnlich. Der Ring des Nibelungen, ein Drama um Neid und Raffgier, bringt überirdische Götter und unterirdische Trolle von einem Schlammassel ins andere, bis in der Götterdämmerung alles zusammenfällt.
Schon Richard Wagner legte großen Wert auf eine Inszenierung, die er als Gesamtkunstwerk bezeichnete. Für diejenigen, die keine Möglichkeit haben, die Opern im Original zu sehen, verfasst Dorle Knapp-Klatsch Berichte. Neben der Musik des Orchesters und der Sänger gehören sowohl Bühnenbild und Kostüme dazu. Unterschiedlich setzen die Regisseure die Oper in Szene. Mal spielt das Rheingold auf dem Grunde des Rheins mit Nixen, die hoch am Bühnenhimmel über dem Wasser schwimmen. Mal spielt diese Oper in einem heruntergekommenen Stundenhotel an der Route 66 in Amerika ...
Dorle Knapp-Klatsch
Dorle Knapp-Klatsch schreibt für treue Opernbesucher, für gelegentliche Opernbesucher und für diejenigen, die sich schon lange vorgenommen haben, einmal in die Oper zu gehen, aber bisher keine Gelegenheit dazu hatten. Sie ist selbst eine begeisterte Opern/Konzert/Ballett/Theater-Besucherin. Nach jeder erlebten Opernaufführung verfasst sie eine Rezension aus Sicht einer Zuschauerin. Den Inhalt der einzelnen Opern bringt sie kurz und knapp auf den Punkt - 8ung, typisch weiblich! Dorle Knapp-Klats
Opernführer Richard_Wagner Operninhalt neue_Inszenierungen Opernrezension Bayreuther_Festspiele Opernkritik Grüner_Hügel Klassische_Musik Opernhandlung