Das Schicksal von drei sowjetischen Kriegsgefangenen wird nachvollzogen und der Zusammenhang mit der nationalsozialistischen Politik der Wehrmacht hergestellt.
Die drei sowjetischen Kriegsgefangenen Marko Bowenko, Roman Grankin und Iwan Warlamow sind 1944 im erweiterten Krankenrevier Gudendorf gestorben. Sie sind auf dem Gelände des Ehrenfriedhofs Gudendorf (Dithmarschen) begraben. An Hand erhalten gebliebener Karteikarten wird ihr Schicksal nachvollzogen. Sie stehen stellvertretend für mehr als 3,3 Millionen sowjetischer KLriegsgefangener, die die Befreiung aus der deutschen Kriegsgefangenschaft nicht mehr erlebten. In einem Anhang wird erläutert, wie die nationalsozialistische Ideologie der Wehrmacht zu diesem Massenmord führte.
Georg Friedrich Gerchen
Aufgewachsen in Bremen, nach Zivildienst dann Studium der Schulpädagogik und Erziehungswissenschaft in Flensburg. Vier Jahre Hauptschullehrer in Büsum, danach drei Jahre lang Lehrtätigkeit an einer ländlichen secondary school in Zimbabwe. Anschließend Abschluss als Diplom-Pädagoge, mehrere Jahre Arbeit in der Heimerziehung. Über viele Jahre nebenamtliche Lehraufträge an der Uni Flensburg. Ab 1993 Ausbildung zum Berufsschullehrer und Tätigkeiten in den Bereichen Sozialpädagogik / Sonderpädagogik.
Seit dem Studium bearbeitet er zeit- und regionalgeschichtliche Fragestellungen und engagiert sich in friedens- und sozialpolitischen Initiativen. Kleinere Veröffentlichungen z.B. über den Widerstandskämpfer Gustav Bruhn und zu den Schicksalen russischer Kriegsgefangener.
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