Sinclair Lewis gilt mit der Beschreibung seiner Zeit als Chronist ersten Ranges.
Mit seinen circa 20 "Romanen", die sich aus in Zeitschriften veröffentlichten Materialien zusammensetzten gilt Sinclair Lewis, obwohl als "Staubaufwirbler" und nonkonformistischer Querkopf bekannt, als die Erscheinung jenes Vorgangs, den man die Befreiung der modernen amerikanischen Literatur genannt hat. Als erster Amerikaner erhält er für seine mutigen Schilderungen hohepriesterlicher Kleinstadtbankiers, aufgeblasener Marktschreier den Nobelpreis für Literatur.
Unverhohlen zeigt er Tendenzen auf, die nicht nur dem eigenen Land drohen, sondern die ebenso in Europa überhand nehmen.
In einer Umwelt aufgewachsen, die Kunst verachtete und den Dollar anbetete, gelang es Sinclair Lewis in diesem, seinem Amerika aus seiner "Kunst" einen Erfolg zu machen.
In seinen Erzählungen liebte der Romancier das, was er bedauerlich fand, glücklich war er auch mit Menschen, die Vorbilder seiner eigenen Karikaturen hätten sein können.
Lewis' Respekt vor dem Wesen des Menschen war gewiß seiner Achtung vor der Kunst vergleichbar. Der erfolgreiche Automobilfabrikant, die Sekretärin vom Lande, der Konservative, die Gefängnisaufseherin, der falsche Geistliche und die betrügerische Ehefrau sind nur einige seiner Zirkusparade Lebewesen, in der sich der ein oder andere wiederfinden mag.
Der Wahrheit verpflichtet müht sich der Erzähler in detaillierter Recherche um Einblicke etwa in die Welt der Priester und Sekten, deckt die Heuchelei der Wohlfahrtsorganisationen auf, das korrupte Medizinertreiben oder schlüpft in die Rolle des gesellschaftlich geächteten Farbigen.
Axel von Cossart
An der Nordsee geboren, bin ich u.a. in Wiesbaden, München, Hannover und Salem zur Schule gegangen. Nach vielseitigen Studien, in Köln (bis zum Rechtsbeistand) sowie in Paris und Cambridge, verbrachte ich mehrere Jahre am Mittelmeer.
Der Verlag, bei dem ich jahrelang jobbte, konnte eine Familiengeschichte meines Vaters, Manfred von Cossart, drucken, zu der ich Übersetzungen beisteuerte. Einen Kleinverlag, den ich Köln begonnen hatte, mußte ich wegen eines Unglücksfalles aufgeben.
Unter "Schrift/Ton/Bild" experimentierte ich mit Kassettenkameras und Diktiergeräten, praktiziertes Multimedia.
Nun sehe ich die Möglichkeit, ältere Herausgaben auf den neuesten Stand zu bringen, habe aber auch Neues in der Feder.
Amerikanismus Atlantismus Boomjahre Kleinbürgermilieu hre Milieuschilderungen Typenschilderungen Zweiter Weltkrieg Zwischenkriegszeit