Bis heute sind Werke von Frauen im klassischen Kanon und in den Konzertprogrammen unterrepräsentiert. Viele Komponistinnen waren zu Lebzeiten jedoch sehr berühmt: Die Autoren präsentieren erstmals mehr als 40 Biografien, erläutern darin die Schwierigkeiten, anerkannt zu werden und wie die Werke in die Öffentlichkeit gelangten. Damit entsteht eine weiblich geprägte Musik- und Kulturgeschichte, von der »Erfindung« der Oper in Florenz bis hin zu den vokal- und kammermusikalischen Werken von Louise Farrenc und Lili Boulanger - und den großen Sinfonien von Amy Beach, Florence Price und Emilie Meyer und anderen mehr. In den Porträts wird die Bedeutung dieser Komponistinnen für die Salonkultur ebenso aufgezeigt wie auch für die Entwicklung der Klaviermusik und -pädagogik. Maßgeblich für die Entwicklungen sind auch die Musikerinnenfamilien Viardot-Garcia, Boulanger u.a., ebenso wird der besondere Rang der Salons für die Entstehung neuer Musik hervorgehoben. Beide Autoren beschreiben das musikalische Umfeld und die besonderen Umstände, warum so viele Frauen trotz der vielen Hindernisse komponieren konnten.
Marit Rullmann
Francesca Caccini (1587–1640) Italien Barbara Strozzi (1619–1677) Italien Wilhelmine Friederike Sophie Markgräfin von Bayreuth (1709–1758) Deutschland Anna Amalie Prinzessin von Preußen (1723–1787) Deutschland Anna Bon di Venezia (1738–1765?) Italien Marianna (von) Martinez (1744–1812) Österreich (Bernhardine) Juliane Benda
Cecile Chaminade: »Es gibt kein Geschlecht in der Kunst«. Denn »Genialität ist eine selbständige Eigenschaft. Die Frau der Zukunft, mit ihrem Weitblick und ihren größeren Möglichkeiten, wird weit kommen, denke ich, was kreative Arbeit in jeglicher Hinsicht betrifft …«.
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