Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht in Talkshows und Zeitungen gefragt wird, was unsere Gesellschaft – noch – zusammenhält. Ob Arm gegen Reich, Ost gegen West, Land gegen Stadt, Jung gegen Alt oder der anhaltende Streit über Identitäts-, Glaubens- oder Genderfragen: Die gesellschaftliche Spaltung erscheint als ein Signum unserer Zeit.
Jürgen Kaube und André Kieserling gehen dieser Diagnose auf den Grund: Schrumpft die Mittelschicht wirklich, und wie stellt man überhaupt fest, wer zu ihr gehört? Wenn das islamisch dominierte Viertel in Berlin-Neukölln eine Parallelgesellschaft ist, muss dann nicht auch das Villenviertel im Grunewald so bezeichnet werden? Waren frühere Gesellschaften tatsächlich stärker integriert, oder herrschten dort nur andere Konflikte und Ungerechtigkeiten? Die Gesellschaft, so kann man sagen, besteht wesentlich aus Ungleichheiten; gefährlich aber wird es, wenn Ungleichheit zu immer stärkerer Polarisierung, zu einem permanenten Gegeneinander führt. Was also ist nur mediales Gerede, und wo drohen echte Zerreißproben?
Jürgen Kaube und André Kieserling sorgen in einer unübersichtlichen Lage für Orientierung – und liefern nichts weniger als eine schlüssige Deutung unserer gesellschaftlichen Gegenwart.
Polarisierung, wohin man schaut: Identitätspolitik versus «Gender-Wahnsinn», «Linksliberaler Mainstream» versus Querdenkertum, «Impfprediger» versus Coronaleugner, Arm gegen Reich, Land gegen Stadt, Jung gegen Alt. Die sozialen Spaltungslinien scheinen immer zahlreicher zu werden, die Gräben immer tiefer. Warum nur diese Radikalisierung, diese Wut?
Droht unsere Gesellschaft zu zerreißen? Jürgen Kaube und André Kieserling liefern eine schlüssige Deutung unserer Gegenwart.
Ein Buch ganz am Puls der Zeit, mit dem Potenzial starker Debattenbücher wie «Sprache und Sein» von Kübra Gümüşay oder «Ego» von Frank Schirrmacher.
Die bestmöglichen Autoren: Jürgen Kaube, Herausgeber der FAZ und Bestsellerautor, gehört zu den profiliertesten und meinungsstärksten Kommentatoren des Zeitgeschehens; André Kieserling, der zum Zusammenhalt von Gesellschaften forscht, ist Professor für Soziologie in Bielefeld und gilt als einer der bekanntesten Weiterentwickler der Systemtheorie Niklas Luhmanns.
Jürgen Kaubes «Hegels Welt»: Deutscher Sachbuchpreis 2021 und Sachbuch des Jahres.
Jürgen Kaube
Jürgen Kaube, geboren 1962, ist Herausgeber der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». 2015 erhielt er den Ludwig-Börne-Preis. Kaube ist Autor mehrerer Bücher, die zu Bestsellern wurden. Über «Die Anfänge von allem» (2017) schrieb die «Süddeutsche Zeitung»: «ein ungemein lesenswertes Buch, unfassbar interessant». «Hegels Welt» (2021) wurde mit dem Deutschen Sachbuchpreis ausgezeichnet.
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Streitlustig und scharfsinnig.
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Eine intellektuelle Wohltat.
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Das Buch ist verdienstvoll. Es sollte ... Pflichtlektüre werden.
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Dies ist nicht nur ein nötiges, sondern ein wirklich wichtiges Buch
zur Zeit. Mögen es bitte alle, ja, doch: alle Politiker lesen. Und
alle anderen Bürger auch.
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