Arizona, um 1890. Ein neuer Morgen eines zu heißen Sommers bricht an für Nora Lark. Ihre Farm ist bedroht von Dürre und mächtigen Viehzüchtern, neuerdings auch, so glaubt ihr kleiner Sohn Toby, von einem monströsen Tier, das draußen umherstreift. Seit Tagen ist Noras Mann verschwunden, nachts sind die beiden älteren Söhne im Streit davongeritten, und irgendwer ist ins Brunnenhaus eingebrochen. Doch Nora stehen noch ganz andere Prüfungen bevor – die über das Schicksal ihrer Familie entscheiden werden.
Das liegt auch an Lurie, Waise eines Einwanderers aus dem Osmanischen Reich, der vom kleinen Ganoven zum verfolgten Outlaw wurde, schließlich einen unerwarteten Gefährten findet und in einem Trupp der U.S. Army untertaucht. In Luries abenteuerlichem Leben verdichten sich das Heldentum und die Niedertracht der Epoche zu einem schrecklichen, prächtigen, epischen Bogen – mit immer überraschenden Wendungen.
Téa Obreht erzählt in ihrer bildhaft leuchtenden, einzigartigen Sprache den amerikanischen Gründungsmythos neu. «Herzland» zeigt die Siedlerzeit mit all ihrer Härte und zugleich einen schillernden, unbekannten Wilden Westen – in dem die Konflikte des heutigen Amerika schon aufscheinen.
Auf der «Summer Reading List 2019» von Barack Obama.
Téa Obreht erzählt die Siedlergeschichte, den amerikanischen Gründungsmythos neu. Ein großer Roman und eine Parabel auf das Amerika unserer Zeit.
Seit «Die Tigerfrau» zählt Téa Obreht zu den wichtigsten jungen Stimmen der internationalen Literatur. «Die Tigerfrau» wurde in mehr als dreißig Sprachen übersetzt und zum internationalen Bestseller.
Verblüffend verwoben die (Überlebens-)Geschichte des jungen, eingewanderten Gangsters Lurie und der Siedlerin Nora, einer starken Frau, die das Schicksal ihrer Familie in die eigene Hand nehmen muss.
Ein außergewöhnlicher Western. Ein schillerndes, konfliktgeladenes und zum Bersten gespanntes Amerika, das die Zerrissenheit der heutigen USA vorwegnimmt.
Téa Obreht
Téa Obreht gilt als eine der wichtigsten jungen Stimmen der internationalen Literatur. Geboren 1985 in Belgrad, lebt sie seit ihrem zwölften Lebensjahr in den USA. Ihr Debütroman «Die Tigerfrau» (2011), für den National Book Award nominiert, erschien in mehr als dreißig Sprachen und wurde in zahlreichen Ländern zum Bestseller. 2011 erhielt Téa Obreht den Orange Prize for Fiction. Über «Herzland» (2019) schrieb die «Washington Post»: «Fantastische Prosa.»
Western Neowestern USA Arizona Amerika Great American Novel starke Frau Familie Familiengeschichte Familienschicksal soziale Konflikte religiöse Konflikte Multiethnizität Siedler Siedlerzeit
Auf den letzten begeisternden Seiten wird aus zwei Erzählsträngen einer ... Die Kulmination eines sanften magischen Realismus, der so gut passt in dieses 'Herzland', das menschenleer ist und doch traumvoll.
Cornelius Dieckmann ()
'Herzland' hat schon jetzt einen Platz unter den Büchern, die ich immer wieder aufs Neue lesen will. Angela Wittmann
Angela Wittmann ()
Die 1985 in Belgrad geborene Téa Obreht ist für die amerikanische Literatur so etwas ähnliches wie Saša Stanišic für die deutsche: ein Glücksfall.
()
Komisch und traurig zugleich, als hätte es gar nicht anders kommen können, zeigt der Roman, wie Mythen und Legenden entstehen und jahrhundertelang wirken.
Nicolas Freund ()
Téa Obreht leuchtet mit 'Herzland' die Nischen und Dunkelstellen eines nationalen Mythos aus ... ein vielfach verrätseltes Spiel mit Fakten und Phantasien.
()
'Herzland' ist mehr als ein historischer Roman, der einen in eine ferne Welt entführt. Man taucht ein in diese mystischen Bilder und wird von immer neuen Wendungen überrascht.
Dorothea Westphal ()
Wenn man künftig die großen Romane über Amerikas wilde Anfänge, die Geburt eines Kontinents aus Gier und Gewalt, Träumen und Tränen benennt, wird man an 'Herzland' nicht vorbeikommen.
Hartmut Wilmes ()
Wem die Decke auf den Kopf fällt, kann sich von Téa Obrehts fantastischem Roman in die Weiten der Prärie tragen lassen. 'Herzland' macht den Leser selbst zu einem Pionier, der ins Ungewisse vorstößt.
Stefan Kister ()
Es ist eine wütende und eine wunderschöne Welt, die Téa Obreht auferstehen lässt ... Ein epischer Roman, der den Gründungsmythos der USA in mächtige Bilder übersetzt.
Jakob Baumer ()
Macht süchtig.
()