Nach zwei Nahtoderlebnissen durch einen Herzstillstand 1988, habe ich mir zur Aufgabe gestellt, sterbenden und trauernden Menschen eine Tür zu öffnen, damit sie Abschied und Tod von einer anderen Seite wahrnehmen können.
Trauer wird nicht nur durch den Tod von Menschen oder Tieren ausgelöst. Jeder Abschied verursacht mehr oder weniger Trauer. Das kann vom Tod eines Lebewesens bis hin zu Wohnungswechsel, Verlust der Arbeitsstelle u.s.w. reichen.
Ich habe gelernt, wie man mit Trauer umgehen kann, damit sie von "tief schmerzender Trauer" zur "süßen Trauer" werden kann.
Zwei Nahtoderlebnisse werden zum Wendepunkt: Aus Todesnähe entsteht ein Wegweiser für Abschied, Trost und innere Stärke.
Dieses Buch nimmt Trauernden nichts weg - es gibt ihrem Schmerz Sprache, Würde und einen ersten hellen Rand.
Wenn der Tod leiser wird, kann das Leben wieder sprechen.
Ilse Jedlicka
Ich bin 1945 in einem kleinen Ort im Weinviertel in Niederösterreich geboren. Als Tochter eines Kaufmannes habe ich den Beruf als Einzelhandelskauffrau erlernt. Zehn Jahre später, schon als Mutter einer Tochter in Wien lebend, holte ich die Matura nach, machte den Bilanzbuchhalterkurs und schlug die Laufbahn als Steuerberaterin ein.
Durch meine eigenen zwei Nahtoderlebnisse bei einem Herzstillstand 1988 bekam ich eine andere Einstellung zum Umgang mit Tod und Trauer. Ich bin überzeugt: "Wer liebevoll mit dem Tod umgeht, geht auch liebevoll mit dem Leben um." Daher habe ich seit 1990 Seminare, Vorträge und Vorlesungen sowie Lehrgänge an der Uni Wien und anderen einschlägigen Akademien (einschließlich einer ärztlichen Prüfung in Deutschland) besucht/absolviert, welche alle dazu dienten, Menschen aus tiefen Krisen zu begleiten.
März 1992 bin ich dem eingetragenen Verein "Arbeitsgemeinschaft Haus des Friedens" beigetreten und von 1998 bis zur Auflösung des Vereins 2014 habe ich ehrenamtlich die Position als Obfrau übernommen. "Arbeitsgemeinschaft Haus des Friedens" war eine Arbeitsgemeinschaft für Sterbe- und Trauerbegleitung nach Elisabeth Kübler-Ross. Zweck des Vereins war die Erarbeitung, Verbreitung und praktische Anwendung der Lebensbegleitung von Sterbenden und Menschen, die sich durch einen Todesfall in einer seelischen Krise befinden.
Seit 2009 übe ich den Beruf als Humanenergetikerin aus.
Trauerbegleitung biete ich weiterhin an.
Sterbende begleite ich, wenn jemand Angst vor dem Tod hat. Beides nach wie vor ehrenamtlich, das heißt kostenlos.
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