Wie wirkt sich das Organisations- und Arbeitskonzept ehrenamtlicher und zugangsoffener Onlinekooperation auf unser Wissen aus?
Die Wikipedia präsentiert das Wissen der Welt im digitalen Zeitalter. Damit stellt sie sich in eine Linie mit den Aufklärern des 18. Jahrhunderts – und quer zu den irrationalen Exzessen digitaler Filterblasen. Aber wie sehen die Produktionsbedingungen dieses Wissens in der Praxis aus und nach welchen Kriterien wird »wahres« von »falschem« Wissen unterschieden? Olaf Rahmstorf diagnostiziert aus einer wissenssoziologischen Perspektive einen verkürzenden Formalismus, der sich vor inhaltliche Argumentation schiebt. Hiervon ausgehend analysiert er den »Neutral point of view«, das formale und epistemologische Kernstück der Wikipedia, konfrontiert ihn mit den Erkenntnissen zeitgenössischer Rationalitätstheorien und entwickelt daraus schließlich eine diskurstheoretische Bestimmung der Wikipedia.
Olaf Rahmstorf
Olaf Rahmstorf (Dr. Phil.), geb. 1963, lehrt Wissenssoziologie an der Universität Bayreuth und forscht im Bereich Digitalisierung und Fake News.
Wikipedia Wikipedia Knowledge Wissen Crowdworking Crowdworking Digitalization Digitalisierung Open Source Open Source Open Content Open Content Commons Commons Online Cooperation
»Das Werk ist eine Fundgrube von wertvollen Gedanken, die sich dafür eignet, was Rahmstorf in der Einleitung in Aussicht gestellt hat: für das Weiterdenken.«
Ziko van Dijk ()
»Rahmstorfs Theorie über Wikipedia besticht durch ihre umfassende Detailtiefe. Sie taucht tief in die Argumentationstheorie ein und zieht Vergleiche zwischen der Praxis von Wikipedia und jener der frühen Enzyklopädisten. Durch diese Herangehensweise trägt er maßgeblich zur soziologischen Theoriebildung bei, indem er die Wikipedia selbst verständlich macht und ihren gesellschaftlichen Wert aufzeigt.«
()