They go for strolls against the »islamification of the Occident«, chant »we are the people« and rail against the »liar-press«: the Pegida protests of 2014/15 rocked the whole of Germany. Tens of thousands were mobilized, not just (though above all) in Dresden, where Pegida had its beginnings. The media and political system were puzzled: what is Pegida? Where does the movement come from? What defines it, and what drives its participants?This book delivers the first findings. The authorial team from Göttingen has observed Pegida protesters and carried out interviews, group discussions and online surveys. This has allowed them to gain a deeper insight into the beliefs and convictions of the Pegida milieu. The counter-protesters from NoPegida were also investigated by the Göttingen Institute for Democracy Studies: in what way are the two camps different? This has generated a multifaceted study, which provides the first data about Pegida, and about the constitution of German society as a whole in 2015.
Die Jahreswende 2014/15 brachte mit Pegida einen ganz anderen politischen Winter. Unter dem unmittelbaren Eindruck der Ereignisse entstanden unzählige Deutungen. Dieser Band liefert nun eine erste fundierte Analyse von Pegida, aber auch von NoPegida. Im Ergebnis steht ein tiefer Einblick in die deutsche Zivilgesellschaft und ihre Ambivalenzen.
Sie spazieren gegen die »Islamisierung des Abendlandes«, skandieren »Wir sind das Volk« und schimpfen auf die »Lügenpresse«: Die Demonstrationen von Pegida bewegten 2014/15 ganz Deutschland. Nicht nur (aber vor allem) in Dresden, wo Pegida ihren Anfang nahm, wurden Zehntausende mobilisiert. Medien und Politik rätselten: Was ist Pegida? Woher kommt die Bewegung? Was macht sie aus und was treibt ihre Aktiven an?Dieses Buch liefert erste Erkenntnisse. Das Göttinger Autorenteam hat Pegida-Demonstrationen beobachtet und Interviews, Gruppendiskussionen sowie eine Onlineumfrage durchgeführt. So konnte ein tiefer Einblick in die Einstellungen und Überzeugungen der Pegida-Anhängerschaft gewonnen werden. Auch die Gegendemonstranten von NoPegida wurden vom Göttinger Institut für Demokratieforschung untersucht: Inwiefern unterscheiden sich die Lager? Entstanden ist eine facettenreiche Studie, die erste Auskünfte gibt über Pegida sowie über die Verfassung der deutschen Gesellschaft im Jahr 2015 insgesamt.
Lars Geiges
Lars Geiges (Dr. disc. pol.), geb. 1981, ist Journalist und Politikwissenschaftler. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Göttinger Institut für Demokratieforschung. Forschungsschwerpunkte sind (Bürger-)Protestbewegungen, soziale Konflikte sowie Engagement und Partizipation.
Zivilgesellschaft Civil Society Protest Protest Social Movement Soziale Bewegung Gruppendiskussion Group Discussion Pegida Pegida Dresden Dresden Rechtspopulismus Right-wing-populism NoPegida
»Gerade die Gesprächsprotokolle [...] sind es, die das Buch lesenswert machen. Sie geben Einblick in die Gedankenwelt jener Demonstranten, die mit sich reden lassen.«
()
Besprochen in:shz.de, 20.03.2015, Anne-Beatrice ClasmannAugsburger Allgemeine, 20.03.2015Wirtschaftswoche, 21.03.2015Mediendienst Integration, 30.03.2015Luzerner Zeitung, 05.04.2015LETNA PARK, 07.04.2015, Katja SchickelDer Tagesspiegel, 06.04.2015, Matthias MeisnerMaecenata-Notizen, 1 (2015)BZgA-Info-Dienst, 2 (2015)Börsenblatt, 18 (2015), Sabine SchmidtDEMO, 5-6 (2015)Süddeutsche Zeitung, 26.05.2015, Jan Bielickiderstandard.at, 28.05.2015, Birgit BaumannBBE-Newsletter, 12.05.2015Rundbrief Begegnungszentrum für aktive Gewaltlosigkeit, 154/2 (2015)IDA-NRW, 21/2 (2015)Sydsvenskan, 26.06.2015, Arvid Jurjakshttp://www.maecenata.eu, 8 (2015)Neue Zürcher Zeitung, 28.08.2015, Wolfgang Taushttp://www.kritisch-lesen.de, 06.10.2015, Johanna BröseJournal für politische Bildung, 4 (2015), Benno HafenegerBBE-Newsletter, 19 (2015)Die Neue Ordnung, 70/2 (2016)Soziologische Revue, 40/4 (2017), Matthias QuentJournal of Muslims in Europe 7 (2018), Riem Spielhaus
()
»Facettenreiche Studie.«
()
»Das nennt man lebendige Wissenschaft.«
()
»Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die demografischen Daten und besonders die Einblicke in die Gedankenwelt der Pegidisten sind wertvolle Bausteine für die weiter nötige Diskussion.«
()
»Seine Stärken hat das Buch dort, wo es den Forschern gelang, mit Pegida-Anhängern in sogenannten organisierten Gruppendiskussionen über strittige Themen wie Islam, Ausländer, das Verhalten der Politiker, Öffentlichkeit, Euro, Heimat oder Demokratie ins Gespräch zu kommen.«
()
»Eine gelungene Mischung aus kritischer Analyse und der Bemühung um eine verstehende Innensicht der psychosozialen Lagen, die die ›Pegidisten‹ ernst nimmt und auch zu Wort kommen lässt.«
()
»Die Studie ist ein wichtiger Beitrag zur Analyse der neuen rechten Bewegung Pegida, sie ist ohne Frage eine Pflichtlektüre für die sozialwissenschaftlich interessierten BeobachterInnen/ForscherInnen.«
()
»Die brandaktuelle Inspektion [erhellt] informationsreich aus erster Hand eine in ihrer Resonanz beispiellose Bewegung, die das Misstrauen [...] gegenüber dem Establishment verdeutlicht.«
()
»Eine interessante Analyse der Protestbewegung und der Motive eines Teils ihrer Anhänger. Es liefert viele Fakten und Beobachtungen.«
()
»Als umfassender Materialaufriss stellt das Buch eine Pionierarbeit da, an der man schwer vorbeikommen wird.«
()
»Facettenreich.«
()
»Als umfassender Materialaufriss stellt das Buch eine Pionierarbeit dar, an der spätere Autoren nur schwer vorbeikommen werden.«
()
»Die zusammenfassende Deutung aus politikwissenschaftlicher, nicht aus politischer Sicht ist ein Beitrag zur Versachlichung: Pegida wird als Korrelat der etablierten Elitenpolitik und als regionalspezifisches Phänomen sichtbar.«
()
»Eine facettenreiche Momentaufnahme.«
()
»Ein kurzweilig zu lesendes Buch, das beträchtlichen Erkenntnisgewinn bringt.«
()
»Besonders der empirische Teil [...] ist beeindruckend umfangreich.Um mehr über Pegida zu erfahren und die Komplexität der Demonstrationen zu verstehen, eignet sich das Buch gut.«
()
»Ein informatives Buch mit vielschichtigen Einblicken in das Phänomen PEGIDA.«
()
»Ein sehr lesenswertes Exempel einer politischen Wissenschaft, die im besten Sinn frei von akademistischen Berührungsängsten gegenüber einer unordentlichen Gegenwart – und auch gegenüber eigener Unfertigkeit – ist. Das Wühlen auf der schmutzigen Seite der Gesellschaft wird hier nicht dünkelhaft vermieden, sondern zum Ausweis wissenschaftlicher Exzellenz.«
()
»Ein vielseitiges Buch mit vielen Diskussionsimpulsen.Der multimethodische Zugang, dessen zentrale Erkenntnisse in nur wenigen Wochen zu Papier gebracht wurden, verdient Respekt.«
()
»This monographs greatest strengths are its detailed account of the narratives that were shared by the demonstrators in focus group discussions and its description, based on quantitative surveys, of demonstrators social and political backgrounds.«
()
»Den Ansatz des Autorenteams [...] kann man nur begrüßen: Sie wollen eine ›öffentliche Wissenschaft‹ vorführen, die nicht wartet, bis ein Phänomen am Ende und das Kind in den Brunnen gefallen ist, um dann sichere Daten zu präsentieren, sondern die eingreift mit dem verfügbaren vorläufigen Wissen.«
()
»Den Göttinger Autoren ist eine ausgewogene Bestandsaufnahme gelungen, welche die Auswirkungen politischer Heimatlosigkeit und kultureller Entfremdung thematisiert, ohne die problematischen Aspekte der Protestbewegung zu bagatellisieren.«
()
»Beachtlich ist der analytische Blick und hohe Informationsgehalt.«
()
»This monographs greatest strengths are its detailed account of the narratives that were shared by the demonstrators in focus group discussions and its description, based on quantitative surveys, of demonstrators social and political backgrounds.«
()