Zu Goethes Zeit dachte man sich den Menschen als Wesen mit vorgeprägtem Schicksal. Dass das Leben ein Weg zu sich selbst ist, dass es in die Hand genommen und gestaltet sein will, ist der epochale Grundgedanke der beiden Wilhelm-Meister-Romane. Sie entwickeln eine weitverzweigte, mit vielfältigen Charakteren reich bevölkerte Bildungsgeschichte, verstanden als Prozess der Selbstwerdung. Die beiden Bücher sind im Abstand von über dreißig Jahren erschienen und bilden neben den »Faust«-Dramen die Essenz von Goethes universalistischer Sicht auf die Welt.
»Alles Gescheite ist schon gedacht worden, man muss nur versuchen, es noch einmal zu denken.« Wilhelm Meister
Meisterhafte Preisleistung! Doppelband, 1184 Seiten in Dünndruck - nur € 20,-
Der wegweisende Bildungsroman zum ersten Mal bei Anaconda!
»Wilhelm Meister: die schönsten Dinge von der Welt abwechselnd mit den lächerlichsten Kindereien.« Friedrich Nietzsche
»Um zu begreifen, dass der Himmel überall blau ist, braucht man nicht um die Welt zu reisen.« Wilhelm Meister
Johann Wolfgang Goethe
Johann Wolfgang Goethe wurde am 28.8.1749 in Frankfurt a. M. geboren. Er studierte Jura in Leipzig und Straßburg; nach der Promotion bereitete er sich in Frankfurt auf den Anwaltsberuf vor. Bereits 1773 und 1774 hatte er großen Erfolg mit seinen Stücken "Götz von Berlichingen" und "Clavigo" sowie mit seinem ersten Roman "Die Leiden des jungen Werther". 1774 machte er auch Bekanntschaft mit dem Herzog Carl August von Weimar, auf dessen Einladung er ein Jahr später nach Weimar zog. Dort wurde er zunächst Legionsrat, dann Staatsrat, Minister und Geheimer Rat. Er unternahm zahlreiche Reisen zum Rhein, in die Schweiz, nach Italien und Böhmen. 1791-1817 war er Direktor des Weimarer Staatstheaters. Goethe beschäftigte sich eingehend mit zahlreichen Wissengebieten, u.a. Botanik, Meteorologie, Anatomie, Mineralogie, Optik. Mit den größten Dichtern, Denkern und Forschern seiner Zeit war er bekannt oder befreundet, u.a. mit Schiller, Humboldt, Schelling; Emerson, Turgenev und Thackeray besuchten ihn. Er starb am 22.3.1832 in Weimar und wurde in der Fürstengruft beigesetzt.Johann Wolfgang Goethe ist nicht nur der größte deutsche Dichter, sondern auch ein universeller Denker, der maßgeblichen Einfluss auf die deutsche Literatur und Geistesgeschichte ausgeübt hat. Am Beginn seines umfangreichen Werks stand der Irrationalismus und Individualismus des Sturm und Drang: gefühlsbetonte, hymnische Lyrik, Dramen (»Götz«) und der empfindsame »Werther«. Unter dem Eindruck seiner Italienreisen wandte er sich der Klassik zu und schuf formstrenge, harmonische Dichtungen, v.a. über den idealen Menschen und das Verhältnis des Einzelnen zur Gesellschaft (»Iphigenie«, »Wilhelm Meisters Lehrjahre«). Sein Spätwerk schließlich ist zunehmend von Gedanken über soziale und psychologische Fragen geprägt (»Faust«, »Die Wahlverwandtschaften«).
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