Auch 50 Jahre nach Ende seiner Fussballkarriere ist Karli Odermatt Basels bekanntester Sportler. Mit ihm gewann der FC Basel fünf Mal die Meisterschaft (1967, 1969, 1970, 1972, 1973), drei Mal den Cup (1962, 1967, 1975) und trat im Europacup gegen europäische Spitzenmannschaften an. In über 406 Spielen erzielte Odermatt 126 Tore und wurde 1973 zum Schweizer Fussballer des Jahres gekürt. Bis zu seinem Rücktritt 1979 stand er fünfzig Mal in der Schweizer Nationalmannschaft, mehrheitlich als deren Captain. Karli spielte gegen die weltbesten Fussballer seiner Zeit und war einer von ihnen.
Das ist allgemein bekannt, aber nur wenige wissen, wie er als Jugendlicher gedacht, als Trainer gewirkt, als Familienmensch gelebt, als Berufsmann gearbeitet und als Netzwerker gehandelt hat. Als Luzerner ist er Basler geworden – und Mensch geblieben. Darüber erzählt Karli Odermatt in seinem Buch – und zum ersten Mal spricht er auch darü-ber, was wirklich dahintersteckte, als er 1975 für vier Spielzeiten zu BSC Young Boys wechselte und in Basel einen Sturm der Entrüstung auslöste.
Florian Blumer
Florian Blumer, 1959 in Basel geboren, sah Karli Odermatt als Primarschüler im Joggeli-Stadion Fussball spielen und wollte ihm nacheifern. Als seine Eltern ihm dies verboten, ging er zum Handball und schaffte es dort an die nationale Spitze. Sein erster Krimi «Mordsmusik. Kommissär Stalders erster Fall» erschien im Friedrich Reinhardt Verlag.
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