Beate Schnitter realisierte während einer ersten Schaffenszeit Ferienhäuser und eine Feriensiedlung in Südfrankreich, Einfamilien-, Mehrfamilienhäuser und Alterswohnungen. Zunehmend trat jedoch das Interesse für städtebauliche Zusammenhänge ins Zentrum ihrer Architektur. Sie war u.a. Mitbegründerin der Zürcher Arbeitsgruppe für Städtebau, ZAS, die sich über Jahrzehnte intensiv, kritisch und konstruktiv mit den Herausforderungen an die Stadt befasste. Zudem publizierte sie Veröffentlichungen zu Heimatschutz, Planung, Architekturkritik und Tourismus.
Zu den prominentesten ihrer Renovationen und Umbauten gehören die Restauration von Sempers Sternwarte in Zürich, der Umbau der Kirche Affoltern am Albis mit Sempers Turmaufsatz sowie Sempers Hauptgebäude der ETH Zürich.
Beate Schnitter, geboren 1929, wuchs in Frankreich, Irland und Holland auf und kam, kriegsbedingt, 1941 in die Schweiz. Studium an der ETH Zürich, Praxisjahr in Amsterdam und Paris. 1955, nach dem Tod ihrer Tante Lux Guyer, der ersten Schweizer Architektin, übernahm sie, im Alter von erst 25 Jahren, deren Architekturbüro in Zürich.
Hannes Ineichen
Schweizer Architekten Semper Städtebau Zürich