Jun'ichiro Tanizaki Tanizaki Liebe und Sinnlichkeit

Liebe und Sinnlichkeit

von Jun'ichiro Tanizaki

Übersetzt von Eduard Klopfenstein

EUR 14,95

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Beschreibung

Vom Reiz verhaltener Sinnlichkeit

Mann und Frau begegnen sich in der japanischen Gesellschaft traditionell mit großer Zurückhaltung und Höflichkeit. Wer den Reiz solch verhaltener Sinnlichkeit verstehen will, muss Tanizaki lesen.

Japanerinnen waren lange von einer Aura des Mysteriösen umgeben: blass wie der Mondschein, leise wie das Zirpen von Insekten und sanft wie die Tautropfen auf den Gräsern – so wurden sie in der Literatur ihres Landes idealisiert. Verhaltene, nur angedeutete Zärtlichkeit zeichnete ihr Verhältnis zu den Männern aus. Und doch vermochte genau diese Nuancierung des Erotischen, genannt «iroke», die Männer weit mehr zu bezaubern als allzu große Offenheit und Leidenschaftlichkeit. «Selbst eine noch so schöne Frau hat, wenn sie erst einmal völlig nackt dasteht, nichts mehr, was sie enthüllen könnte», schreibt Tanizaki Jun’ichiro.

Erfrischend unkonventionell bringt uns der Autor das japanische Verständnis von Sinnlichkeit nahe, die auffallende Zurückhaltung, die sich auch in der Architektur des Landes oder der Vorliebe für verschattete Räume spiegelt. Sein Essay aus den 1930er-Jahren, der mit diesem Band erstmals auf Deutsch vorliegt, liefert wie alle Aufsätze Tanizakis einen wertvollen Schlüssel zum Verständnis japanischer Sitten und Kultur.



Ausstattung: 1 Original-Kalligrafie

Autor*in

Jun'ichiro Tanizaki
Tanizaki Jun'ichiro (1886-1965), Sohn eines Kaufmanns aus Tokio, ist einer der wirkungsmächtigsten japanischen Autoren der Moderne. Beeinflusst von der Literatur eines Oscar Wilde, Charles Baudelaire oder Edgar Allan Poe, begab er sich mit seinen Romanen, Erzählungen und Essays auf die rastlose Suche nach Schönheit und Sinnlichkeit.

Themen in »Liebe und Sinnlichkeit«

romane roman japan geschichte buch bücher 20.jahrhundert sinnlichkeit gesellschaft mann-frau-beziehung partnerschaft zurückhaltung beziehung kultur essay

Stimmen zu »Liebe und Sinnlichkeit«

»Tanizaki Jun'ichiros Essay „Liebe und Sinnlichkeit“ ist heute so wahr wie in den 1930er Jahren, als er entstand. Äußerst lesenswert.«
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»Eine Kulturgeschichte der Liebe in Japan.«
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»Luzide Beschreibungen japanischer Ästhetik und Erotik.«
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»Wer vom heutigen Japan wirklich etwas verstehen will, sollte Tanizakis Essays lesen.«
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»Der Autor Tanizaki Jun'ichiro erklärt in seinen Aufsätzen, was den Reiz der japanischen Kulturen - und besonders der Frauen - ausmacht.«
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Details

ISBN: 9783717540809
Verlag: Manesse
Erscheinung: 21.03.2011

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