Die junge Engländerin Lucie ist aus finanziellen Gründen gezwungen, in der Fremde eine Stelle als Gouvernante anzunehmen. In der Stadt Villette arbeitet sie im Mädchenpensionat der kaltherzigen Madame Beck, deren Anerkennung zu erringen ihr schließlich gelingt. Ohnmächtig muss Lucie zusehen, wie der Schularzt, in den sie sich verliebt hat, eine andere heiratet. Dann jedoch fühlt sie sich zu einem der Lehrer hingezogen, der ihre Zuneigung sogar erwidert. Aber er muss Villette verlassen, und als er zu einer dreijährigen Reise nach Westindien aufbricht, lässt er Lucie erneut allein zurück.
'Villette' ist Charlotte Brontës persönlichstes Buch, es entstand vor dem Hintergrund ihrer eigenen Erfahrungen in Brüssel. Doch der Roman lässt die Grenzen des bloß Privaten und Subjektiven hinter sich: Was bleibt, ist das Grundgefühl der existenziellen Einsamkeit einer hoffnungslos liebenden Frau in der Fremde.
Charlotte Bronte