Um sich dem unbarmherzigen Schicksal nicht zu ergeben, müssen Entscheidungen getroffen werden. Doch manchmal ist Entscheidungsunfähigkeit auch hilfreich. Besonders nach dem Verlust des Herzensmenschen. Um vor sich hinzuleben. Und nicht das Leben zu leben.
„Du erinnerst mich an deinen Vater und von dem habe ich mich scheiden lassen!“, ist der Satz ihrer Mutter, den sie tagtäglich hört und mit dem sie zu leben gelernt hat. Aber auch in einer klassischen Familie mit Vater, Mutter und sauberer Wohnung sind psychische und vor allem physische Gewalt an der Tagesordnung. Und wieder gilt es, Strategien zu finden, damit umzugehen. Und obgleich sie versucht, die Fehler der Mütter nicht zu wiederholen, ist das Leben mit ihrer geliebten Tochter von kurzer Dauer. Und dann schließt sich der Kreis zur ersten Geschichte. Und sie versucht, irgendwie zu überleben und nicht mehr zu leben.
Anzahl Seiten 192
BELLETRISTIK , LYRIK DRAMATIK
Ina Tschikof
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