Der Katalog zur Ausstellung anlässlich des Steirischen Herbstes 2012 präsentiert das Werk des Malers Alois Neuhold. In seinen Gemälden und Zeichnungen wird das politische Potenzial seiner Kunst sichtbar und die Materialisierung des Geistigen konkret.
Alois Neuholds Bildwerk schöpft tief aus dem Fundus des Kultischen. Der Blick, die Augen, die Polarität des Männlichen und Weiblichen, die Liebe, die Trauer, der Zauber führen in seinen Bildern eine scheinbar farbenfrohe Existenz. Der Künstler führt uns eine mystische Weltordnung vor, die uns zwar nicht vertraut, die aber an seinen Bildern vorstellbar ist. Mit der Signatur der westlichen Moderne bezeichnet schlägt er Brücken zu den ältesten Erwartungen an das Bild: der Magie und des Zaubers. „Zweigerlgotik“, „Schachtelbarock“ und „Erdflechtromanik“ geben zudem unverwechselbar vor, was er in seinen Bildern mit hinein verwoben hat. Seine Bildsignatur „NEUVALIS“ verrät, woher sein Gedankengut kommt. Es wird eine faszinierende Bildwelt ausgebreitet, die an das uralte Hochzeitspaar von Kunst und Religion erinnert: „Sollten sie geschieden sein, ich wiederverheirate sie.“
Johannes Rauchenberger
Alois Neuhold Kulturzentrum bei den Minoriten Kunst Steirischer Herbst