In der Studie werden literarische Strategien der Darstellung politischer Gewalt bei den genannten AutorInnen aus narratologischer, (medien)kulturwissenschaftlicher und leibphänomenologischer Perspektive analysiert. Ausgangspunkt ist das Spannungsverhältnis zwischen "Gewalt in der Literatur" und "Gewalt der Literatur" sowie die Frage, inwiefern die analysierten Texte Formen eines ästhetisch-textuellen Widerstands entfalten. Diesbezüglich wird auch die Frage näher untersucht, wie sich die gewählten AutorInnen zu diesen Phänomenen positionieren – ob sie tatsächlich auf einen ästhetisch-textuellen Widerstand abzielen (Beyer, Müller) oder eine solche Haltung zwar thematisieren, sie in der eigenen literarischen Praxis jedoch nicht umsetzen können (Zeh).
Zoltán Mikoly
Marcel Beyer Herta Müller Juli Zeh Gewalt Politik Widerstand