Dr.in Karina Jasmin Karik, BA M.A.I.S. studierte Rechtswissenschaften und Soziologie an der Universität Wien; ferner absolvierte sie ein Master-Studium an der Diplomatischen Akademie Wien. Aktuell arbeitet sie am Institut für Römisches Recht und Antike Rechtsgeschichte der Universität Wien. Ihr Forschungsinteresse liegt an der Schnittstelle von Rechts- und Sozialwissenschaften.
Schutz oder Bevormundung? Interzedent*innenschutz im Wandel der Epochen
Wie werden in unterschiedlichen Epochen Schutznormen konstruiert? Dieses Buch untersucht das Spannungsverhältnis zwischen adäquatem Schutz ("protection") und übermäßiger Bevormundung ("protectionism") anhand des Interzedent*innenschutzes im römischen und im österreichischen Recht. Es analysiert das SC Velleianum aus dem klassischen römischen Recht sowie relevante österreichische Gesetzesstellen wie die §§ 98 EheG, 41 EPG, 25a-d KSchG und die Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs zur Sittenwidrigkeit von Angehörigenbürgschaften.
Die Arbeit bietet einen präzisen Leitfaden zur Abgrenzung zwischen "protection" und "protectionism" und wendet diesen an, um die angeführten Normen im Spannungsverhältnis von Schutz und Diskriminierung zu verorten. Sie enthält ausführliche dogmatische und rechtssoziologische Analysen, die durch Grafiken und Diagramme visuell unterstützt werden. Abschließend präsentiert das Buch Best-Practice-Empfehlungen für die Gestaltung effektiver Schutznormen.
Karina Karik
Gläubigerschutz Interzession Protectionismus Schutznorm