Dr. Milstrey, Rechtsanwalt mit einträglicher Kanzlei, die er mit dem Geld seiner Frau im Wien der Nachkriegszeit etabliert, trifft spätabends in einer Hintergasse auf seinen ehemaligen Vorgesetzten und Peiniger im Russlandfeldzug, den er im Affekt niederschlägt. Am nächsten Morgen erfährt er, dass dieser Mann tot ist. Eine junge Frau erscheint in seiner Kanzlei, die den Vorfall beobachtet haben will. Im Versuch, sich selbst zu retten, gerät Milstrey zunehmend in geschäftliche und emotionelle Abhängigkeiten, denen er sich nur schwer entziehen kann.
Fritz Habeck zeichnet den Glanz auftrumpfenden Reichtums sowie Bedrängnis und Not der Wiederaufbauzeit, in einer Gesellschaft ohne Ziel und Halt. Verzerrung, Groteske und Paradoxon - ein spitzwinkliges Dreieck, das wohl einen Schwerpunkt hat, aber keinen Mittelpunkt, ist Symbol dieser Epoche.
Fritz Habeck
Habeck Nachkriegszeit Wiederaufbau Wien