Ein junger Adliger, der bislang einem unsteten Lebenswandel mit lasterhaften Vergnügungen nachgegangen ist, gerät unverhofft auf den Pfad der Kultivierung (d.h. Erlangung von übernatürlichen Kräften durch die Einübung daoistischer Praktiken mit dem Endziel des Erreichens der Unsterblichkeit), nachdem er in eine Reihe von Mordfällen verwickelt wurde, die mit einem mysteriösen Kult um einen falschen Gott, Taisui, in Verbindung stehen. Die Macht des Gottes wird genährt durch die Anbietung durch dessen Gläubige, die sich in Momenten der Verzweiflung an diesen wenden.
In ihrem bislang wohl ambitioniertesten, epischsten Roman entwirft die Spiegel-Bestsellerautorin priest ein riesiges Tableau-Bild der über Jahrhunderte immerwährenden Strukturen der chinesischen Gesellschaft und ihres sozialen Stratums. Zugleich kann der Roman als Dekonstruktion des Kultivierungs-Genres gelesen werden. Kultivierung ist ein Sujet und Untergenre im Genre Xianxa, einem Genre der chinesischen Fantasy-Literatur. Den grossen kommerzielle Erfolg ihrer früheren Romane konnte die Autorin mit diesem weniger eingängigen, sperrigen, sich Genre-Konventionen entziehenden Roman nicht ganz wiederholen. Begeisterte Kritiker- und Leserstimmen bezeugen jedoch davon, dass sich priest in diesem Roman auf dem Höhepunkt ihrer literarischen Schaffenskraft befindet.
Zitat
«Wenn ich die Wahl hätte, würde ich nur ein kleines Insekt im weltlichen Staub sein wollen, geboren in der Verwirrung, sterbend in der Mittelmäßigkeit, niemals das Licht des Tages im Nebel der Jinping-Stadt erblickend.
Besser, als diesen falschen Weg zum Himmel zu nehmen.»
priest
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