Die im Buch versammelten Texte untersuchen den Einfluss „Billiger Bilder“ auf die Formierung kunsthistorischen Wissens um 1900. Zwei Themen werden dabei vorrangig verfolgt: Erstens die Geschichte der technischen Umbrüche im Bereich des industriellen Reproduktions- und Vervielfältigungsgewerbes, die maßgeblich dazu beitragen, das (kunsthistorische) Bild zu popularisieren; zweitens die historiographisch vorgehende Einordnung der Auseinandersetzungen um die Konfektionierung kunsthistorischen Wissens. In verschiedenen Kontexten wird der grundlegenden Frage nachgegangen, wie der Zuwachs kunsthistorischer Reproduktionen tradierte Hierarchien zwischen Hoch- und Populärkultur herausfordert und die Kunstwissenschaft des späten 19. und frühen 20. Jahrhundert zu methodischen Neuorientierungen nötigt.
Joseph Imorde
Joseph Imorde studierte Kunstgeschichte in Bochum, Rom und Berlin. 2008 folgte er einem Ruf an die Universität Siegen. Seit 2021 lehrt er Kunstgeschichte er an der weißensee kunsthochschule berlin.
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