In einem zunehmend unvorhersehbaren Geschäftsumfeld wird deutlich, dass die Fokussierung auf Kostensenkung und Effizienzsteigerung die Versorgungssicherheit entlang global vernetzter Lieferketten gefährdet. Fehlendes Material bei gleichzeitig geringer Fertigungstiefe führt bei Unternehmen zu erheblichen Wettbewerbsrisiken. Vor diesem Hintergrund gewinnt das Bestandsmanagement zunehmend an Bedeutung, da Lagerbestände interne Prozesse von externen Störungen entkoppeln. Die zielgerechte Dimensionierung dieser Bestände stellt Unternehmen jedoch vor Herausforderungen, da sie zwischen hoher Versorgungssicherheit, geringen Logistikkosten sowie der Minderung unvermeidbarer Restrisiken abwägen müssen. Im Rahmen dieser Arbeit wurde ein Entscheidungsmodell zur Bestimmung artikelindividueller Sicherheitsbestände unter Berücksichtigung interner und externer Risiken entwickelt. Auf Basis verschiedener Experimente wurden anschließend Implikationen für ein risikoorientiertes Bestandsmanagement abgeleitet und in einer Methodik gebündelt, mit der Unternehmen ihre Versorgungssicherheit nachhaltig erhöhen können.
Alexander Wenzel
Bestandsmanagement Sicherheitsbestand Entscheidungsunterstützung