Die Beziehungen zwischen der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) und der Koreanischen Demokratischen Volksrepublik (Nordkorea) gehören zu den bislang wenig erforschten Themen der internationalen Geschichte des Kalten Krieges. Diese Studie zeichnet erstmals umfassend die Entwicklung der bilateralen Beziehungen von 1949 bis 1990 nach und untersucht ihre politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Dimensionen.
Im Mittelpunkt stehen die gemeinsame Einbindung beider Staaten in das sozialistische Lager, die Unterstützung Nordkoreas durch die DDR nach dem Koreakrieg, die Zusammenarbeit in Wirtschaft, Bildung und Kultur sowie die Wechselwirkungen zwischen ideologischer Verbundenheit und nationalen Interessen. Auf der Grundlage zeitgenössischer Dokumente, wissenschaftlicher Literatur und umfangreicher Archivquellen wird das Verhältnis beider Staaten in den internationalen Kontext des Kalten Krieges eingeordnet.
Die Untersuchung schließt eine Forschungslücke und bietet zugleich neue Perspektiven auf die internationalen Verflechtungen sozialistischer Staaten. Angesichts der aktuellen geopolitischen Entwicklungen und der veränderten Lage auf der koreanischen Halbinsel gewinnt die historische Analyse der deutsch-nordkoreanischen Beziehungen zusätzliche Aktualität. Das Buch richtet sich an Historikerinnen und Historiker, Politikwissenschaftler, Studierende sowie alle, die sich für die Geschichte des Kalten Krieges, internationale Beziehungen und Ostasien interessieren.
Byeong Seog Park
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