In den Künsten überlagern sich zunehmend ästhetische, dokumentarische und historiografische Verfahren. Relational Acts fragt nach den vielschichtigen Verhältnissen zwischen Aufführungskünsten, Archivprozessen und Ausstellungspraktiken. Die Beiträge des interdisziplinären Bandes untersuchen die Beziehungen, die durch verkörperte Formen der Überlieferung, durch medientechnische Verfahren der Dokumentation oder durch Prozesse des Aufzeichnens, Auswählens und Präsentierens hergestellt werden. Es geht um Beziehungen zwischen Performances und aneignenden Wiederholungen, zwischen verkörperten Praktiken und technischen Infrastrukturen, zwischen Performer*innen und Dokumentarist*innen sowie zwischen Performance- und Mediengeschichte.
Performance-Praktiken und ihre Dokumentation werden als wissensbildende kollaborative Handlungsräume erschlossen. Die Autor*innen aus Kunst und Wissenschaft schreiben über Materialien, Medien und Konzepte des Dokumentierens. Damit tragen sie zu einem medientheoretischen Diskurs über Gegenwartskunst bei.
Barbara Büscher
Archival theory body documentation media media theory performance performance documentation reenactment Archivtheorie Dokumentationsmedien Körper Medientheorie Performance Performance-Dokumentation Reenactment Schriftlichkeit