Das Jahrbuch in der Reihe »Musik in Baden-Württemberg« versteht sich als Forum der Musikgeschichte im deutschen Südwesten. Baden-Württemberg ist ein Kernland der europäischen Musikgeschichte. Von den mittelalterlichen Klöstern am Bodensee und im Schwarzwald über das reiche Musikleben in Dörfern, Städten und Residenzen bis hin zu den heutigen Opernhäusern, Orchestern und Festivals mit Weltgeltung ist Musik tief in der Region verwurzelt. Das digitale Musikleben im Land hat mit seinen bedeutenden Museen, Bibliotheken, Forschungseinrichtungen, Ausbildungsstätten und Firmen globale Ausstrahlung. In den Jahrbüchern wird diese thematische Vielfalt dargestellt, die auch über rein regionale Musikforschung hinausweist.
Eintausend Jahre Musikgeschichte in Baden-Württemberg liegen zwischen dem ältesten und dem jüngsten Werk des 27. Bandes. Von der Klosterinsel Reichenau zur Universitätsstadt Heidelberg und von der Rheinebene bis zum Riesrand erstreckt sich der thematische Raum der 30 Beiträge auf 500 Seiten. Diese geben nicht allein Einblicke in das musikalische Leben von Frauen- und Männerklöstern und ihren Hauptpersonen, sondern präsentieren in einer weiten inhaltlichen Fächerung darüber hinaus auch erstmals Tora-Kantillationen (vierstimmig und in hebräischer Schreibrichtung), politische Liebeslieder des Hochadels, eine italienisch-deutsche Detektivgeschichte, die Anfänge des Musiktheaters in Heidelberg, neue Personenstudien über Halm, Reger, Gräter, Xenakis und die Tübinger Universitätsmusikdirektoren sowie eine jüdische Rundfunksängerin, deren Nachlass knapp der Haushaltsauflösung entgangen ist.
Das Jahrbuch legt Wert auf authentische Bebilderung und – insbesondere im Hinblick auf die Nutzung der Version als E-Book – auf die digitale Erschließung der erreichbaren Quellen.
Gesellschaft für Musikgeschichte in Baden-Württemberg e.V.
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