Praxisbuch zur ambulanten Langzeitbetreuung adipositaschirurgischer Patienten
Mit steigenden Zahlen von Patienten nach adipositaschirurgischen Eingriffen sind spezifische Kenntnisse, bezüglich der medizinischen und therapeutischen Konsequenzen, in allen niedergelassenen Fachbereichen erforderlich. Eine Schlüsselrolle spielen die Allgemein- und Hausärzte in der lebenslangen Nachsorge. Dies erfordert nicht nur Fachwissen über die Operationsverfahren selbst, sondern insbesondere auch über die Stoffwechselvorgänge, die sich durch die Operation verändern. Auch die hohen postoperativen Diabetes-Remissionsraten verlangen einen fokussierten Blick.
Dieses Buch soll beitragen zu einer praxisnahen Vermittlung von unentbehrlichem Wissen rund um die Langzeitbetreuung nach adipositaschirurgischen Eingriffen.
Aus dem Inhalt
· Grundlagen der Operationsverfahren
· Postoperatives Komplikationsmanagement
· Malabsorption, mögliche Mangelerscheinungen, Knochenstoffwechsel, Supplementation
· Medikamentenresorption und -wechselwirkungen
· Endokrinologische Betreuung von Patientinnen mit Kinderwunsch
Eine praktische Anleitung für niedergelassene Ärzte aller Fachrichtungen, die Patienten nach einer adipositaschirugischen Operation betreuen.
Die Herausgeberinnen
Dr. med. Christine Stier und Dr. med. Sonja Chiappetta sind international anerkannte und wissenschaftlich renommierte Adipositaschirurginnen. Sie haben gemeinsam in Frankfurt und Offenbach am ersten deutschen Exzellenzzentrum für Metabolische und Adipositaschirurgie unter Leitung von Prof. Rudolf Weiner gearbeitet und geforscht. Heute leiten beide eigene exzellenzzertifizierte Abteilungen - Dr. Stier im Rheinland und Dr. Chiappetta in Neapel (Italien).
Hat sich die Zahl der übergewichtigen und adipösen Menschen seit 1980 weltweit verdoppelt und die Zahl der an Diabetes mellitus erkrankten Menschen vervierfacht, steigt analog die Zahl der adipositaschirurgischen Eingriffe.
Circa 145.000 adipositas-chirurgische Patienten gibt es derzeit in Deutschland; und die Zahlen steigen weiter exponentiell. Aktuell werden ca. 15 000 bariatrische Eingriffe pro Jahr vorgenommen.
Adipositas gilt als eine chronische Krankheit (laut der World Obesity Federation), die einer lebenslangen Betreuung bedarf. Die S3 Leitlinie Adipositas hält fest, dass nur durch fortwährende konservative Betreuung der Patienten nach dem Eingriff ein langfristiger Erfolg zu sichern ist.
Die Nachsorge und regelmäßige ärztliche Betreuung der Patienten spielt eine wesentliche Rolle für den langfristigen Erfolg, die Motivation und Compliance (Ernährungsumstellung, Sportaktivität) der Patienten, und für das Erkennen von Folgeerkrankungen, die nach derOP entstehen können.
Eine Schlüsselrolle in dieser langfristigen Behandlung und Nachsorge adipositas-chirurgischer Patienten kommt den Allgemein- und Hausärzten zu. (die ca. 50 Adipositas-Kompetenzzentren können die Vielzahl an Nachsorgen nicht mehr abdecken) Adipositas findet aber im Medizinstudium als komplexes Krankheitsbild keinen Niederschlag und die Betreuung setzt spezielle Kenntnisse bei den niedergelassenen Kollegen voraus, die selten vorhanden sind.Diese Lücke schließt dieses Praxisbuch.
Christine Stier
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