Die Ethik der „Sorge für sich und andere“ (englisch care) gehört nicht zum Mainstream der Philosophie – auch deshalb, weil sie vielen als zu praxisnah erscheint. Gerade darin liegt die besondere Bedeutung der Care-Ethik für die Soziale Arbeit. Denn im Berufsalltag erweist sich die Bearbeitung von Konflikten mithilfe care-ethischer Erwägungen vielfach als passend und hilfreich. In den Mittelpunkt rückt die Anforderung, sozial interaktives Handeln möglichst zugewandt, wertschätzend, partizipativ und beziehungsbildend zu gestalten. Als ein kritischer Ansatz betont die Care-Ethik: Ein solcher Modus des Tuns ist nicht nur zu verwirklichen, sondern im Sinne eines normativen Anspruchs auch an die Institutionen, an organisationale Abläufe und den staatlichen Auftrag zu richten.
Das Buch ermöglicht einen Einstieg in die Thematik. Die Beiträge bestimmen Soziale Arbeit, Care und Ethik in ihrem Verhältnis zueinander, erörtern soziale Interaktionen angesichts von Vulnerabilität, erwägen politische Fragen und eine emanzipatorische Transformation gesellschaftlicher Zusammenhänge. Damit vertiefen sie Grundlagen und erweitern die Möglichkeit handlungsentlasteter ethischer Reflexion.
Die Herausgeberin
Elisabeth Conradi ist Professorin für Philosophie und Gesellschaftstheorie an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Stuttgart. Ihre Schwerpunkte sind: Forschung über Gelingendes Handeln; das Theorie-Praxis-Verhältnis; die Ethik der Achtsamkeit; Zivilgesellschaft und kosmopolitische Demokratie.
Die Ethik der „Sorge für sich und andere“ (englisch care) gehört nicht zum Mainstream der Philosophie – auch deshalb, weil sie vielen als zu praxisnah erscheint. Gerade darin liegt die besondere Bedeutung der Care-Ethik für die Soziale Arbeit. Denn im Berufsalltag erweist sich die Bearbeitung von Konflikten mithilfe care-ethischer Erwägungen vielfach als passend und hilfreich. In den Mittelpunkt rückt die Anforderung, sozial interaktives Handeln möglichst zugewandt, wertschätzend, partizipativ und beziehungsbildend zu gestalten. Als ein kritischer Ansatz betont die Care-Ethik: Ein solcher Modus des Tuns ist nicht nur zu verwirklichen, sondern im Sinne eines normativen Anspruchs auch an die Institutionen, an organisationale Abläufe und den staatlichen Auftrag zu richten.
Das Buch ermöglicht einen Einstieg in die Thematik. Die Beiträge bestimmen Soziale Arbeit, Care und Ethik in ihrem Verhältnis zueinander, erörtern soziale Interaktionen angesichts von Vulnerabilität, erwägen politische Fragen und eine emanzipatorische Transformation gesellschaftlicher Zusammenhänge. Damit vertiefen sie Grundlagen und erweitern die Möglichkeit handlungsentlasteter ethischer Reflexion.
Elisabeth Conradi
Care-Ethik Professionsethik Soziale Arbeit interdisziplinäre Perspektiven professionelle ethische Entscheidungen Schritte der Urteilsfindung Haltung und Reflexion Empathie Verantwortung Sorgfalt Selbstsorge Sozialethik Transformative Impulse egalitäre Differenz Inklusion und Partizipation