Jule Scheper Scheper Die Bereitschaft, öffentlich Meinung zu bekennen

Die Bereitschaft, öffentlich Meinung zu bekennen

von Jule Scheper

Individuelle und situative Determinanten öffentlicher Bekenntnisbereitschaft

EUR 84,99

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Beschreibung

Im Zentrum dieser Arbeit steht die Frage, wer seine Meinung zu gesellschaftlich relevanten Themen wann öffentlich bekennt und wer wann schweigt – die Frage nach der öffentlichen Bekenntnisbereitschaft. Ein Großteil der Forschung zur öffentlichen Bekenntnisbereitschaft bezieht sich auf die Theorie der Schweigespirale und liefert damit zwar einen stabilen, aber sehr begrenzten Beitrag zur Erklärung öffentlicher Bekenntnisbereitschaft. Jule Scheper nutzt einen breiteren theoretischen Zugang: Öffentliche Meinungsbekenntnisse werden als kommunikative Mehrebenenphänomene verstanden, die sowohl durch individuelle und situative Determinanten als auch ihre ebenenübergreifenden Interaktionen beeinflusst werden. Sie entwickelt ein theoretisches Mehrebenenmodell und überprüft es empirisch. Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl individuelle als auch situative Determinanten bedeutsam sind. Auf individueller Ebene wird die Bekenntnisbereitschaft von der Meinungsführerschaft und Selbstwirksamkeitserwartung sowie wahrgenommenen Verhaltensnormen gefördert. Auf situativer Ebene wirken sich die Anwesenheit von Peers und mit der Meinung übereinstimmende Meinungsklimahinweise positiv aus. Die Ergebnisse legen nahe, dass die variierende Bekenntnisbereitschaft zu Verzerrungen in der Sichtbarkeit von Meinungen führen kann, da bestimmte Personen und Situationen eine Über- oder Unterrepräsentation von Meinungen begünstigen.

 

Die Autorin

Jule Scheper ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.


Im Zentrum dieser Arbeit steht die Frage, wer seine Meinung zu gesellschaftlich relevanten Themen wann öffentlich bekennt und wer wann schweigt – die Frage nach der öffentlichen Bekenntnisbereitschaft. Ein Großteil der Forschung zur öffentlichen Bekenntnisbereitschaft bezieht sich auf die Theorie der Schweigespirale und liefert damit zwar einen stabilen, aber sehr begrenzten Beitrag zur Erklärung öffentlicher Bekenntnisbereitschaft. Jule Scheper nutzt einen breiteren theoretischen Zugang: Öffentliche Meinungsbekenntnisse werden als kommunikative Mehrebenenphänomene verstanden, die sowohl durch individuelle und situative Determinanten als auch ihre ebenenübergreifenden Interaktionen beeinflusst werden. Sie entwickelt ein theoretisches Mehrebenenmodell und überprüft es empirisch. Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl individuelle als auch situative Determinanten bedeutsam sind. Auf individueller Ebene wird die Bekenntnisbereitschaft von der Meinungsführerschaft und Selbstwirksamkeitserwartung sowie wahrgenommenen Verhaltensnormen gefördert. Auf situativer Ebene wirken sich die Anwesenheit von Peers und mit der Meinung übereinstimmende Meinungsklimahinweise positiv aus. Die Ergebnisse legen nahe, dass die variierende Bekenntnisbereitschaft zu Verzerrungen in der Sichtbarkeit von Meinungen führen kann, da bestimmte Personen und Situationen eine Über- oder Unterrepräsentation von Meinungen begünstigen.


Autor*in

Jule Scheper

Themen in »Die Bereitschaft, öffentlich Meinung zu bekennen«

Öffentliche Bekenntnisbereitschaft Theorie der Schweigespirale Soziale Normen Öffentliche Meinung Kommunikationswissenschaft Redebereitschaft

Stimmen zu »Die Bereitschaft, öffentlich Meinung zu bekennen«

Details

ISBN: 9783658445591
Verlag: Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Erscheinung: 20.06.2024

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