Im Rahmen der Studie wird der Frage nachgegangen, wie Migrationsverhältnisse im Referendariat ausgehandelt und professionalisierungswirksam werden. In Anlehnung an die Bourdieu’sche Theorie des Einsetzungsrituals wird Professionalisierung im Blickwinkel des autorisierten Lehramts betrachtet und als soziale Praxis theoretisiert. Migrationsverhältnisse werden dabei mit Bourdieus gesellschaftstheoretischen Werkzeugen rassismustheoretisch eingebettet. Die methodologische Synthetisierung erfolgt über die dokumentarische Methode und intersektionale Mehrebenenanalyse sozialer Ungleichheiten. Neben einer die Mitgliedschafts- und Unterrichtspraxis umfassenden Typologie der Professionalisierung im Referendariat werden Spielarten des migrationsgesellschaftlichen Rassismus rekonstruiert. Aufgezeigt wird das im Ausbildungsfeld zirkulierende rassismusrelevante Wissen und Unwissen. Zugleich wird das Wissen über Rassismus, seine Verdrängung und Praktiken der Subversion konturiert. Dabei werden die durch Rassismus privilegierten und deprivilegierten Positionen der Referendar*innen systematisch einbezogen.
Die Autorin
Dr. Aysun Doğmuş, Dipl. Soz., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg. Zu ihren Arbeits- und Forschungsschwerpunkten gehören pädagogisches Handeln und Professionalisierung in Migrationsverhältnissen, Rassismuskritik und Intersektionalität in der Lehrer*innen(aus)bildung, Methodologie und Methoden qualitativer Forschung.
Im Rahmen der Studie wird der Frage nachgegangen, wie Migrationsverhältnisse im Referendariat ausgehandelt und professionalisierungswirksam werden. In Anlehnung an die Bourdieu’sche Theorie des Einsetzungsrituals wird Professionalisierung im Blickwinkel des autorisierten Lehramts betrachtet und als soziale Praxis theoretisiert. Migrationsverhältnisse werden dabei mit Bourdieus gesellschaftstheoretischen Werkzeugen rassismustheoretisch eingebettet. Die methodologische Synthetisierung erfolgt über die dokumentarische Methode und intersektionale Mehrebenenanalyse sozialer Ungleichheiten. Neben einer die Mitgliedschafts- und Unterrichtspraxis umfassenden Typologie der Professionalisierung im Referendariat werden Spielarten des migrationsgesellschaftlichen Rassismus rekonstruiert. Aufgezeigt wird das im Ausbildungsfeld zirkulierende rassismusrelevante Wissen und Unwissen. Zugleich wird das Wissen über Rassismus, seine Verdrängung und Praktiken der Subversion konturiert. Dabei werden die durch Rassismus privilegierten und deprivilegierten Positionen der Referendar*innen systematisch einbezogen.
Aysun Doğmuş
Professionalisierung Referendariat Lehrer*innenbildung Kritische Migrationsforschung Rassismustheorie und Rassismusforschung
“... Insgesamt ist das Buch sowohl für Wissenschaftler:innen im Bereich der Lehrer:innenbildungsforschung als auch für Wissenschaftler:innen in der Rassismusforschung bereichernd, weshalb Doğmuş einen relevanten Beitrag in einer Schnittstelle leistet, die bislang noch zu wenig ausgearbeitet ist und wurde.” (Vanessa Ohm, in: ZeM - Zeitschrift für erziehungswissenschaftliche Migrationsforschung, Jg. 3, Heft 1-2, 2024)
“... Doğmuş gelingt eine akkurate Analyse rassismusrelevanter Wissensbestände im Referendariat, sich daraus ergebender professionalisierungsfreier Räume und der damit einhergehenden „Veranderung“ von Schüler*innen und (angehenden) Lehrer*innen. Hervorzuheben ist das von der Autorin sorgfältig entworfene Forschungsdesign ... einen außerordentlich signifikanten Beitrag sowohl in der (rassismus)kritischen Migrationsforschung als auchin der Professionalisierungsforschung …” (Dennis Barasi, in: Erziehungswissenschaftliche Revue - EWR, klinkhardt.de, Jg. 22, Heft 3, Juli 2023)