Johannes D. Schütte Schütte Armut wird „sozial vererbt“

Armut wird „sozial vererbt“

von Johannes D. Schütte

Status Quo und Reformbedarf der Inklusionsförderung in der Bundesrepublik Deutschland

EUR 59,99

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Beschreibung

In Deutschland setzt sich die soziale Exklusion über Generationen hinweg fort, dies gilt gerade auch im Bildungs- und Gesundheitsbereich. Da dieser Prozess nicht auf die genetischen Anlagen rückführbar ist, muss davon ausgegangen werden, dass der sozioökonomische Status in der Bundesrepublik "sozial vererbt" wird. Über die Zusammenführung der theoretischen Ansätze von Pierre F. Bourdieu und Hartmut Esser wird es nicht nur möglich, den Dualismus zwischen Autonomie und Heteronomie zu überwinden, sondern auch die wirkenden Selektionsmechanismen zu beschreiben. Aus dieser Analyse ergeben sich neue Perspektiven für eine Habitusmodifikation und damit ebenfalls Ansatzpunkte für die Förderung besonders benachteiligter Personen (active inclusion). Dass ein gesellschaftlicher Aufstieg in Deutschland nicht für alle gleichermaßen möglich ist, obwohl eine vergleichsweise große Summe in das deutsche Wohlfahrtssystem investiert wird, ist nach den Befunden dieser Untersuchung in erster Linie darin begründet, dass das Fördersystem insgesamt weniger auf soziale Inklusion als auf die Konservierung des gesellschaftlichen Status Quo ausgerichtet ist.

Der Inhalt

Der sozialwissenschaftliche Diskurs über die Entstehung sozialer Ungleichheit • Deprivationsmechanismen im deutschen Bildungs- und Gesundheitswesen • Aktuelle Förderstrategien zur Bekämpfung der sozialen Ausgrenzung in Deutschland

Die Zielgruppen

DozentInnen und StudentInnen der Politikwissenschaft, der Soziologie, der Sozialen Arbeit, der Erziehungswissenschaft und der Gesundheitswissenschaften

Der Autor

Johannes D. Schütte promovierte am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften (Institut für Politikwissenschaft) der Justus-Liebig-Universität Gießen.


In Deutschland setzt sich die soziale Exklusion über Generationen hinweg fort, dies gilt gerade auch im Bildungs- und Gesundheitsbereich. Da dieser Prozess nicht auf die genetischen Anlagen rückführbar ist, muss davon ausgegangen werden, dass der sozioökonomische Status in der Bundesrepublik „sozial vererbt“ wird. Über die Zusammenführung der theoretischen Ansätze von Pierre F. Bourdieu und Hartmut Esser wird es nicht nur möglich, den Dualismus zwischen Autonomie und Heteronomie zu überwinden, sondern auch die wirkenden Selektionsmechanismen zu beschreiben. Aus dieser Analyse ergeben sich neue Perspektiven für eine Habitusmodifikation und damit ebenfalls Ansatzpunkte für die Förderung besonders benachteiligter Personen (active inclusion). Dass ein gesellschaftlicher Aufstieg in Deutschland nicht für alle gleichermaßen möglich ist, obwohl eine vergleichsweise große Summe in das deutsche Wohlfahrtssystem investiert wird, ist nach den Befunden dieser Untersuchung in erster Linie darinbegründet, dass das Fördersystem insgesamt weniger auf soziale Inklusion als auf die Konservierung des gesellschaftlichen Status Quo ausgerichtet ist.


Darstellung verschiedener sozialwissenschaftlicher Ansätze zur Beschreibung menschlichen Handelns Systematische Entwicklung eines Modells zu Habitusmodifikation Schwachstellen des aktuellen Fördersystems der Bundesrepublik Deutschland?

Autor*in

Johannes D. Schütte

Themen in »Armut wird „sozial vererbt“«

Armutstypologie Bildung Bourdieu Gesundheit Inklusionsförderung Soziale Ausgrenzung

Stimmen zu »Armut wird „sozial vererbt“«

“... Im Fokus der Dissertation stehen Personen aus der unteren Sozialschicht, die von Armut betroffenen sind. Zur Definition der konkreten Bezugsgruppe verwendet der Autor eine eigens erarbeitete Typologie ...” (Soziologische Revue, Jg. 38, Heft 3, 2015)
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Details

ISBN: 9783658018979
Verlag: Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Erscheinung: 28.06.2013

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