Im Herbst 1956 besuchten BND-Mitarbeiter auf Einladung der CIA die USA. Über mehrere Wochen bereisten sie das Land von der West- bis zur Ostküste, um die amerikanische Kultur besser kennenzulernen. Doch in der Reisegruppe befand sich unerkannt auch ein KGB-Spion: Heinz Felfe. Er entdeckte Amerika im Auftrag Moskaus.
Seit Anfang der fünfziger Jahre organisierte die CIA für hand-verlesene westdeutsche Geheimdienstmitarbeiter Rundreisen durch die USA. Hinter dem Programm stand die Überlegung, den Teilnehmern die Größe und Vielfalt, vor allem aber die politische, technologische und wirtschaftliche Überlegenheit des Landes vor Augen zu führen. Erstmalig zeichnet der Autor anhand von unveröffentlichten Originalfotos und Reisenotizen detailliert eine dieser Reisen nach. Die Lektüre der Dokumentation ist deshalb so spannend, weil wir mit unserem heutigen Wissen dem Agenten Felfe über die Schulter schauen können. Jahre später wurde er als Spion im BND enttarnt, was den wohl größten Geheimdienst-Skandal in der Geschichte des BND auslöste. Seine Amerika-Reise sollte dabei eine entscheidende Rolle spielen. Bodo Hechelhammer, Chef-Historiker des BND, und sein US-Kollege Kevin C. Ruffner ordnen das damalige Geschehen ein und zeigen, welche Rätsel bis heute weiterbestehen.
Bodo Hechelhammer
Doppelagent Heinz Felfe entdeckt Amerika Reise geheime Jahr 1956 Hechelhammer Bundesnachrichtendienst Central Intelligence Agency Cultural Diplomacy Geheimdienstgeschichte Reinhard Gehlen
FOCUS-Online, 12.01.2018
"[...] ein Schmuckstück unter den Büchern über Nachrichtendienste." (Thomas Jäger)
Süddeutsche Zeitung, 25.09.2017
„Der Leser erlebt mit, wie ein sowjetischer Spion, ohne Argwohn zu erregen, einen gegnerischen Dienst ausspäht. Erst im Rückblick wird klar, wie nah Felfe seiner Enttarnung war.“ (Norbert F. Pötzl)
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