Parodie, Pastiche und Karikatur werden nach den Entlehnungsfreiheiten der freien Benutzung und des Zitatrechts urheberrechtlich beurteilt, die jedoch die Wesensmerkmale dieser Kunstformen nicht ermöglichen. Die vorliegende Arbeit entwickelt, basierend auf der spanischen Parodieregelung, einen neuen Lösungsvorschlag.
Der Autor befasst sich mit den Schwächen des gegenwärtigen deutschen Urheberrechts hinsichtlich Parodie, Pastiche und Karikatur und entwickelt, ausgehend von der spanischen Parodieregelung, einen neuen Lösungsvorschlag. Entgegen ihrer langen Tradition werden die genannten Kunstformen im deutschen Urheberrecht nämlich nicht ausdrücklich geregelt. Daher kommen die Entlehnungsfreiheiten der freien Benutzung und des Zitatrechts zur Anwendung, die jedoch die Wesensmerkmale dieser Kunstformen nicht ermöglichen. In letzter Zeit werden zunehmend leistungsschutzrechtliche Vorlagen verwendet. Die bisherigen Lösungsansätze stoßen hierbei an ihre Grenzen. Auch hat die postmoderne Kunstpraxis zu einer Akzentverschiebung zugunsten der Wiederholungskunst geführt, die im Urheberrecht nicht reflektiert wird.
Tudor Vlah
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