Die Arbeit fragt nach dem sprachlichen Handeln in narrativen Interviews. Erasmusstudierende erzählen über ihren Auslandsaufenthalt und ihre Zweierbeziehungen zu Zielkulturangehörigen. Gesprächsanalytisch fundiert werden institutionelle Einflüsse auf das Erzählen sowie sich gegenseitig bedingende Faktoren des Auslandsaufenthaltes aufgezeigt.
Die Studie zeigt auf, wie ehemalige Erasmusstudierende ihre Auslandserfahrungen im narrativen Interview sprachlich wiedergeben. Schwerpunkt dieser Erzählungen ist dabei die bisher noch nicht beachtete Frage nach im Ausland eingegangenen Zweierbeziehungen mit Zielkulturangehörigen. Methodisch durch Konversationsanalyse und Funktionale Pragmatik unterstützt, untersucht der Autor das sprachliche Handeln der Interviewten vor dem Hintergrund institutioneller Einflüsse. So wird deutlich, wie sich das Freizeitverhalten von Erasmusstudierenden und der Wunsch nach Kontakten zu Zielkulturangehörigen gegenseitig bedingen. Ausführlich diskutiert der Autor im Hintergrund wirkende Wissensbestände und ihren Einfluss auf die Erzählungen im narrativen Interview.
Vasco da Silva
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