Die Translationsqualität hängt in der Softwarelokalisierung auch von der Technologie der Internationalisierung und der Sozioökonomie des Produktionskontexts ab. Durch die digitale Revolution wird dem Übersetzer für die Arbeit an Bildschirm-Medien ein neues Selbstkonzept abverlangt.
Der Autor erforscht Gründe für das Entstehen sprachlicher Defekte in lokalisierten Oberflächen von Computerprogrammen. Dabei geht es nicht um Defizite in der Sprachkompetenz des Übersetzers, sondern um erzwungene Normverstöße, die dann entstehen, wenn der Übersetzer die Kontrolle über das Translat verliert. Der Fokus liegt deswegen auf dem technologischen und sozioökonomischen Kontext der Lokalisierungsleistung. Die Analyse zeigt, warum und wie die digitale Revolution das übersetzerische Berufsbild verändern wird. Das Buch bietet neue Überlegungen zur Zukunft des Übersetzens und zur Ausbildung von Übersetzern.
Alexander Behrens
anhand Aspekte Behrens Benutzeroberflächen Englisch–Deutsch Englisch–Russisch GUI Interface Internationalisierung Lokalisierbarkeit Lokalisierung Software Strings Translationsforschung Translatologie