Die Arbeit untersucht die gesellschafts- und strafrechtlichen Pflichtverletzungen von Bankakteuren vor dem Hintergrund der Banken- und Finanzkrise. Sie geht der Frage nach, ob die business judgement rule (§ 93 Abs. 1 Satz 2 AktG) eingehalten wurde und wie solche Pflichtverletzungen strafrechtlich (i.S.d. § 266 StGB) zu bewerten sind.
Die Arbeit erstreckt sich auf eine gesellschafts- und strafrechtliche Pflichtenanalyse verantwortlicher Bankakteure vor dem Hintergrund der Banken- und Finanzkrise in den Jahren 2007/2008. Sie widmet sich nach einer ökonomischen Metaanalyse und einer Tatsachensichtung dieser Krise den Problemkreisen, die sich aus dem Spannungsfeld internationaler finanzwirtschaftlicher Bankgeschäfte und dem im deutschen Strafgesetzbuch normierten § 266 ergeben. Letztendlich zeigt die Arbeit, dass es sich bei den geprüften wirtschaftlichen Sachverhalten um wirtschaftliche Konstruktionen in Verfolgung regulärer Bankgeschäfte handelt, bei denen Entscheidungsträger aus dem Bankmanagement Pflichten aus § 93 AktG gravierend verletzt haben. Darüber hinaus macht sie deutlich, dass sich diese unter den § 266 StGB subsumieren lassen.
Moritz Bermel
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