Das durch das BilMoG reformierte HGB-Bilanzrecht als auch die IFRS for SME konkurrieren um den Mittelstand. Vor diesem Hintergrund geht die Arbeit unter Rückgriff auf die Prinzipal-Agent-Theorie der Frage nach, ob und inwieweit der deutsche Gesetzgeber den Interessen und Bedürfnissen des Mittelstandes besser gerecht wird als die IFRS for SME.
Mit dem BilMoG hat der deutsche Gesetzgeber das reformierte Handelsgesetzbuch gezielt als Gegenentwurf zum International Financial Reporting Standard for small and medium-sized entities positioniert. Die IFRS for SME richten sich speziell an kleine und mittelständische Unternehmen, die auch der deutsche Gesetzgeber im Sinn hat, wenn er mit dem BilMoG das bewährte HGB-Bilanzrecht zu einer dauerhaften und im Verhältnis zu den internationalen Standards vollwertigen, aber kostengünstigeren und einfacheren Alternative entwickeln will. Vor diesem Hintergrund analysiert die Arbeit kritisch, ob und inwieweit der deutsche Gesetzgeber den im Kontext der Rechnungslegung relevanten Interessen und Bedürfnissen des Mittelstandes tatsächlich besser gerecht wird als die IFRS for SME. Die Beantwortung dieser Forschungsfrage erfolgt unter Rückgriff auf die Prinzipal-Agent-Theorie.
Ahmet Yilmaz
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