Der Anstieg der Gesundheitsausgaben wird oft als bedrohlich angesehen. Aus ökonomischer Sicht überrascht dies zunächst. Die Arbeit beschäftigt sich deshalb mit Determinanten der Gesundheitsausgaben und Auswirkungen auf die Gesundheit. Es zeigt sich, dass eine reine Betrachtung des Gesundheitswesens auf Basis von Kostenaspekten nicht sinnvoll ist.
In vielen Industrieländern sind in den vergangenen Jahren die
Gesundheitsausgaben deutlich angestiegen. Kostendämpfungsmaßnahmen waren oft die Folge. Mit Blick auf andere Branchen überrascht dies, da zunächst keine Argumente gegen einen Anstieg der Gesundheitsausgaben vorgebracht werden können, wenn die so finanzierten Gesundheitsleistungen effizient erbracht werden und den Präferenzen der Bevölkerung entsprechen. Vor diesem Hintergrund ist es Ziel der Arbeit, auf theoretischer und empirischer Ebene die Determinanten der Gesundheitsausgaben zu untersuchen und der Frage nachzugehen, inwieweit Gesundheitsausgaben einen Beitrag zur Gesundheit der Bevölkerung leisten. Es zeigt sich, dass eine reine Betrachtung des Gesundheitssektors unter Kostendämpfungsaspekten nicht gerechtfertigt ist.
Timo Wasmuth
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