"Wie Paul Bokowski uns rauslockt, zum Spielen in den Hof, in die Sehnsüchte und Abgründe der Kindheit, das ist großes Leseglück." Bov Bjerg
Schlesenburg wurde sie genannt, unsere Siedlung am Stadtrand, in der im Sommer 89 die Wohnung der Galówka brannte. Sechzig Familien waren wir, fast allesamt aus Polen. Und plötzlich ging die Angst um, jetzt würden hier bei uns Rumänen oder Russlanddeutsche einziehen. Die halbe Burg schaute mit Abscheu auf das Asylbewerberheim, wo sie alle wohnten, und mit zu viel Stolz darauf, dass man es selber hinter sich gelassen hatte. Es war das Jahr, in dem das neue Mädchen in die Siedlung zog, das Jahr, in dem Darius verschwand, in welchem Mutter nur Konsalik las und ich zu spät begriff, dass Vater mit der ausgebrannten Wohnung seine eigenen Pläne hatte...
„Schlesenburg“ erzählt von Flüchtlingen und ihren Hiergeborenen, von Heimweh und einer neuen Heimat. Ein so warmherziger wie bittersüßer Roman über den Traum von Anpassung und Wohlstand – und die Frage, wo man hingehört, wenn man nicht weiß, wo man hergekommen ist.
Das autobiografische Romandebüt von Paul Bokowski: über eine Kindheit im Sozialbaukomplex - authentisch und warmherzig.
Autor von "Hauptsache nichts mit Menschen", seit vielen Jahren erfolgreich auf Deutschlands Lesebühnen.
»Bokowski ist ein Großmeister des Komischen von der Sorte, wie man hierzulande wenige hat.« (Neues Deutschland)
»Mit Abstand Berlins lustigster Autor.« (Flux FM)
»Humorvoll-überspitzt nimmt Bokowski seine Mitmenschen aufs Korn, ohne sie dabei bloßzustellen.« (Freie Presse online)
Paul Bokowski
Paul Bokowski, geboren 1982, gehört zur Speerspitze der Berliner Lesebühnenszene. Der Autor, Vorleser und Geschichtenerzähler lebt seit über zehn Jahren in einem der unbeirrbarsten Problembezirke der bundesdeutschen Hauptstadt. Er ist jüngstes Mitglied der Lesebühne »Brauseboys«, Gründungsmitglied der Literaturveranstaltung »Fuchs & Söhne« sowie festes Redaktionsmitglied der Satirezeitschrift »Salbader«. 2012 erschien sein Überraschungserfolg »Hauptsache nichts mit Menschen«. Der 'Woody Allen des Weddings' entstammt einer deutsch-polnischen Familie und ist in seinem zweiten Leben leidenschaftlicher Backblogger.
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»Debüt mit Beschreibungswucht.«
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»Paul Bokowski wandelt sich mit „Schlesenburg“ vom humorvollen Erzähler zu einem wichtigen Schriftsteller der Erinnerungskultur.«
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»Paul Bokowskis Debütroman »Schlesenburg« über Reden, Schweigen und die Kraft des Erinnerns in migrantischen Ostblock-Familien.«
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»»Schlesenburg« ist ein berührendes Dokument der Erinnerungskultur und leistet einen wichtigen literarischen Beitrag zur Debatte über Herkunft, Integration und Identität.«
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»Eine große Empfehlung!«
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