Isaac Bashevis Singer Singer Jarmy und Keila

Jarmy und Keila

von Isaac Bashevis Singer

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Beschreibung

»Eine wunderbare, wunderbare Welt, diese schrecklich schöne Welt von Isaac Bashevis Singer!« Henry Miller

»Es kam selten vor, dass eine Frau, die schon in drei Bordellen gearbeitet hatte, noch heiratete … Es war ein Omen für alle Warschauer Huren, nicht die Hoffnung aufzugeben, ein Zeichen, dass die Liebe noch immer die Welt regierte.«

Warschau 1911: Keila – die bereits mehrere Stationen in Bordellen hinter sich hat – findet in Jarmy, dem Ex-Häftling, ihre große Liebe. Das junge Ehepaar sehnt sich nach einem Leben außerhalb des jüdischen Gettos, in dem der Alltag von Armut und der Angst vor Pogromen geprägt ist. Dieser Traum scheint plötzlich zum Greifen nahe: Max, ein alter Bekannter, will in Amerika das große Geld machen – das Paar soll ihm dabei helfen. Keila soll junge Mädchen für die Bordelle in der Neuen Welt anwerben. Max selbst fühlt sich zu Jarmy hingezogen, dem er schon früher näherkam. Es entfaltet sich eine verhängnisvolle Dreiecksbeziehung. Da tritt der schüchterne und unerfahrene Bunem in ihr Leben, der sich auf ein Leben als Rabbiner vorbereitet. Für Keila, die er glühend verehrt, ist er bereit, mit allen Konventionen des Schtetls zu brechen. Werden die beiden in Amerika ihr Glück finden?


Autor*in

Isaac Bashevis Singer
Isaac Bashevis Singer wurde am 21. November 1902 in Polen geboren. In seinen Jugendjahren gab er den 14. Juli 1904 als offizielles Geburtsdatum an, eine vorsichtige Richtigstellung erfolgte im Alter. Singer wuchs in Warschau auf und emigrierte 1935 in die USA. Er lebte in New York und gehörte dort bald zum Redaktionsstab des Jewish Daily Forward. 1978 wurde ihm für sein Gesamtwerk der Nobelpreis für Literatur verliehen. Er starb am 24. Juli 1991 in Miami.

Themen in »Jarmy und Keila«

Dreier-Beziehung love-triangle Dreiecksbeziehung Polyamorie Liebesdreieck Amerika Anfang des 20. Jahrhunderts Auswanderer Bordell Gesellschaftspanorama Getto Ghetto Grosse Liebe Jiddisch Judentum

Stimmen zu »Jarmy und Keila«

»[Der Roman] zeichnet ein breites, detailreiches Gesellschaftspanorama jener Zeit nach, zeigt unbeschönigt das jüdische Milieu Warschaus und New Yorks, gibt überzeugend die Ängste und Hoffnungen der damaligen Migranten wieder, womit er für die Situation der heitigen sensibilisiert.«
Marta Kijowska ()

»Aus dem Nachlass: Isaac Bashevis Singers grandioser Unterweltsroman Jarmy und Keila.«
Tobias Schwartz ()

»Zwar könne kein Mensch Tote wiederbeleben, aber ›ich wollte wenigstens in der Literatur diejenigen ins Leben zurückholen, die ausgelöscht worden waren‹. Das gelingt [Singer] hier mit Keila und Bunem und Jarmy auf überzeugende Weise. Ein Roman um Glaube, Liebe, Hoffnung und Enttäuschung. Eine glückliche Entdeckung.«
Martin Oehlen ()

»460 Seiten meisterhafte Literatur, erschienen im Jüdischen Verlag bei Suhrkamp.«
Lutz Balzer ()

»Eine lesenswerte Entdeckung.«
()

»Die künstlerische Qualität des Romans ist als außerordentlich hochzuschätzen. ... Wer von einem Buch ständig wechselnde Spannung und stilistische Erstklassigkeit erwartet, liegt hier genau richtig.«
Ulf Heise ()

»In unverwechselbarem Ton geht es hin und her: Hoffnung und Tragik, Liebe und Abkehr. ... Die präzise Zeichnung der Figuren, für die es auch Vorbilder in der eigenen Familie gibt, ist Singers große Stärke.«
()

»Eine wunderbare, wunderbare Welt, diese schrecklich schöne Welt von Isaac Bashevis Singer!«
Henry Miller ()

»Singer ist ein Genie.«
Irving Howe ()

»Singer ist für seine Zeit wie ein Prophet. Neben seinen weisen, tiefen und treffenden Sätzen wirken fast alle anderen modernen Romane leblos.«
Ted Hughes ()

Details

ISBN: 9783633762248
Verlag: Jüdischer Verlag
Erscheinung: 11.04.2019

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