Im Horizont der Tradition kritischer bzw. feministischer Theorie widmet sich die Arbeit der Analyse gegenwärtiger Phänomene und ihrem Einfluss auf demokratisch-egalitäre Vergesellschaftung. Die Autorin rekonstruiert Pornographie und ihre stereotypen Rollenklischees als Symptom und Mitursache einer fortschreitenden Erosion kommunikativen Handelns.
Wie gefährdet demokratische Prozesse sind, wurde im Blick auf die soziopolitischen Entwicklungen der letzten Jahre deutlich. Die Autorin nimmt diese Diagnose ernst und erinnert im Horizont Kritischer Theorie an die Ermöglichungsbedingungen egalitärer Vergesellschaftung. Die problemsensible Rekonstruktion dieser Bedingungen verbindet sich dabei mit der Analyse quantitativ und qualitativ auffälliger Phänomene in der Lebenswelt. Unter feministischen Vorzeichen legt die Autorin den Fokus auf Präsenz und Konsum von Mainstream-Pornographie und die Frage nach der Realität von Geschlechteregalität. In diesem Zusammenhang untersucht sie die potentielle Interdependenz von pornographischen Narrativen, der Habitualisierung anerkennungsvergessener Einstellungen und der Verödung kommunikativer Praxis.
Anne Weber
anerkennungstheoretisch Anne anti Christina Debatte Demokratie Diskurs Diskurstheorie Egalitäre egalitären Feminismus Geschlechteregalität Gesellschaft Horizont kritische