Der Činar' Lipavskij entwickelt eine experimentelle, in der Tradition des Absurden stehende Ontologie. Aus der Gleichung vom Menschen als Verhältnis von Körper und Welt leitet er drei Grundzustände ab: Dasein (Emanation), Nichtsein (coincidentia oppositorum) oder Dazwischen (Flimmern).
Das Buch fokussiert das vom theoretischen Činar' Lipavskij in der frühen Sowjetunion der Grundlagenkrise entgegengesetzte Denken: eine experimentelle Ontologie. Dieses verbindet zwei Disziplinen, die in Krisenzeiten der Selbstvergewisserung dienen: das Absurde und das Philosophisch-Anthropologische. In den Mittelpunkt rückt der Mensch als Verhältnis von Körper und Welt. Diese dynamische Gleichung liefert drei Grundverhältnisse: Dasein (Emanation), Nichtsein (coincidentia oppositorum) oder Dazwischen (Flimmern). Der Mensch steht nicht der Absurdität seines Daseins gegenüber, sondern ist deren Ursprung, Erfinder und Überwinder. Ausgehend von der conditio humana und der Bessmyslica projizieren mögliche Variationen der Gleichung ein die gewohnte Weltsicht sprengendes Weltenkaleidoskop auf die Bewusstseinsoberfläche.
Anja Schloßberger-Oberhammer
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