Das Romanwerk Johann Beers wird hier unter rezeptionsästhetischer und rezeptionshistorischer Fragestellung auf seine intendierten wie realisierten Funktionen hin untersucht. Dazu dienen u.a. erzähltechnische Analysen zweier ausgewählter Romane (des «Simplicianischen Welt-Kuckers» und des «Politischen Bratenwenders») und ihrer 'impliziten Leser' sowie Bestimmungen konkreter historischer Leser der Texte. Dabei ergeben sich z.T. signifikante Unterschiede zum bisherigen Forschungsbild Beers wie auch der Leserschaft 'niederer' Romane im späten 17. Jahrhundert. Das Genre des 'niederen' Romans und das ihm korrespondierende Rezeptionsinteresse werden dadurch als dynamische Elemente im Umstrukturierungsprozeß des literarischen Marktes im 17. und 18. Jahrhundert erkennbar.
Jörg Krämer
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«...eine sehr anregende, durchweg gut lesbare, viele wichtige Beobachtungen mitteilende Studie...» (Roswitha Jacobsen, Zeitschrift für Germanistik)
«To our practical understanding of the context of literature during this period Krämer's book makes a very useful contribution. øThis study! is unusually readable and well-written. Now that this first-rate study has appeared in the Mikrokosmos series, Beer's position in the continuum of German prose fiction can never be so uncertain again. Indeed it may be said that Jörg Krämer has outdistanced Alewyn and that, in so doing, he has recruited a true and very fascinating novelist to help fill the gap between Grimmelshausen and Wieland and set alongside more famous European contemporaries such as Lesage and Defoe.» (Peter Skrine, Arbitrium)
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