Der Autor geht von der These aus, Widerstand und Exil hätten für eine nationale Identitätsfindung in DDR und BRD konstitutiv sein können. Es waren gerade Widerstand und Exil, die auch in ihren pädagogischen und bildungspolitischen Planungen für das befreite Deutschland die Notwendigkeit einer kritischen Aneignung der Vergangenheit - mit unterschiedlicher Intensität - erkannten. Deshalb werden diese pädagogischen und bildungspolitischen Planungen anhand umfangreichen Quellenmaterials dargelegt. Vor diesem Hintergrund fragt die Untersuchung kritisch nach Kontinuität versus Diskontinuität der bildungspolitischen und pädagogischen Planungen in den Bildungssystemen beider deutscher Staaten und gelangt zu dem Ergebnis, daß es keine Kontinuitäts-/Diskontinuitätslinien gibt, die der innerdeutschen Grenzlinie entsprechen.
Wolfram Grams
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«Mithin sei diese herausragende Untersuchung ... nicht nur Reformpädagogen der 'alten' BRD anempfohlen; sie könnte auch für die Analyse der Bildungspolitik und die Aufarbeitung der berufsspezifischen Sozialisation von Lehrern in der ehemaligen DDR einen wesentlichen Beitrag leisten.» (Walter Grode, Informationen)
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