Der badische Politiker Franz von Roggenbach (1825-1907) ist in der deutschen Geschichtsschreibung immer wieder als Testfall für die Interpretation des nachmärzlichen Liberalismus herangezogen worden. In der vorliegenden Studie werden verschiedene dieser Interpretationsansätze aus der Kenntnis des Roggenbach-Nachlasses, der lange Zeit als verschollen galt, auf ihre Stimmigkeit hin überprüft. Analysiert wird die Kontinuität der Verschränkung von wissenschaftlicher Fehlschlüssigkeit und ideologischer Voreingenommenheit von der postwilhelminischen Apologetik der konstitutionellen Monarchie bis zur politisch-pädagogischen Idealisierung des bundesrepublikanischen Parlamentarismus.
Hermann Einhaus
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«Das Buch ist wertvoll, weil es Lücken schliesst¿» (Zofinger Tagblatt)
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