Gustav Mahler verstand die Achte Symphonie zu Recht als sein Hauptwerk: In ihr fließen nicht nur viele Strömungen des früheren Schaffens zusammen, sie gibt auch dem gedanklichen Kosmos seines Œuvres ein beeindruckendes Resümee. Weder diese integrale Stellung noch der geistige Gehalt des Werkes sind bislang hinreichend gewürdigt worden. Im Rahmen einer umfassenden Werkmonographie widmet sich die Untersuchung daher maßgeblich den philosophischen Grundlagen für Mahlers Konzeption. So vielfältig deren ideeller Bezug auf die Musiktheorien von Wagner und Nietzsche, so universal ist ihr Anspruch: Nichts Geringeres als ein «Gleichnis der Welt in Tönen» suchte Mahler danach mit der Achten Symphonie zu entwerfen, und zum Ausdruck seiner Weltanschauung dienten ihm Texte, die reicher, aber auch gegensätzlicher nicht sein könnten. Doch die Analyse zeigt im Detail, wie das Werk den mittelalterlichen Pfingsthymnus «Veni creator spiritus» und Goethes Faust-Dichtung zu einer höheren Einheit verbindet.
Christian Wildhagen
«Achte einer Gustav Konzeption Mahler Symphonie» Symphonik universalen Wildhagen
«Diese Untersuchung ist ein Meilenstein in der Mahlerforschung. Hier wird der Versuch unternommen, die immens komplizierten musikalischen, poetischen und philosophischen Bedingungen dieses 'opus summum' zu durchleuchten. Der Versuch kann als durchaus gelungen bezeichnet werden. [...] Das Buch ist übersichtlich gestaltet und läßt sich trotz der komplexen und komplizierten Materie gut lesen, da der Autor lebendig und eindrucksvoll zu formulieren versteht. [...] Angenehmste Pflichtlektüre!» (Reinhold Kubik, Nachrichten zur Mahlerforschung)
«Die Fülle des beigebrachten Materials ist enorm, die Beweisführung einleuchtend.» (Rolf Urs Ringger, Neue Zürcher Zeitung)
«Besonders hervorzuheben ist neben der dargebotenen Fülle an Informationen philologischer, historischer und analytischer Art die Lesbarkeit und poetische Offenheit des Buches. Immer wieder weitet sich der Blick in philosophische Räume. In literarischer Gewandtheit wird der Leser eingeladen, die innere Welt Mahlers zu teilen und die Kraft eines poetischen Lebensentwurfs in Betracht zu ziehen.» (Annette Kreutziger-Herr, Fono Forum)
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