In der römischen Republik wurde Politik kaum von Institutionen und Parteiungen, sondern von Einzelpersönlichkeiten formuliert und durchgesetzt. Der persönliche Ehrgeiz (ambitus) dieser Politiker, der von der Gesellschaft geradezu gefordert wurde, kollidierte permanent mit dem Gleichheitsstreben (invidia) der gesamten römischen Nobilität. Die Auswirkungen dieses Spannungsfeldes auf die römische Politik des 2. Jahrhunderts v.Chr. und die Rolle, die ambitus und invidia bei der Desintegration des republikanischen Gesellschaftssystems spielten, sind Thema dieser Arbeit.
Renate Stolle
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