Mörikes Maler Nolten vermittelt eine komplexe Geschichte, in welcher Identität und Kommunikationsfähigkeit der Figuren sowie überkommene Sinnstiftungen problematisiert werden. Die Künstlerbiographien sind geprägt durch die Erfahrung von Desillusion, erscheinen als negative Fallbeispiele einer Poetisierung des Lebens und demonstrieren den Verlust von Autonomie. Infolgedessen mündet der erzählte Vorgang in eine Aporie. Darüber hinaus zeigt die Arbeit, wie die erzählten Prozesse des Scheiterns durch die Narration widergespiegelt werden. So inszeniert der Erzähler eine «auctoritas», die sich als nicht einlösbar erweist. Diese und andere Elemente machen den Maler Nolten zu einem Text, der auf mehreren Ebenen über künstlerische Darstellung reflektiert.
Achim Nuber
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«Nuber's published dissertation ranks alongside Schüpfer's as one of the best in a boom of solid 'Nolten' analyses. [...] The strength of Nuber's study, like that of Schüpfer's, lies in its focus on the problems of narration and communication that pervade both the story-level and discourse-level of Mörike's text. [...] With this level of criticism, Nuber and Schüpfer have given this decade's 'Nolten' renaissance valuable impetus.» (Raleigh Whitinger, Seminar)
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