Frankreich hat von Verstaatlichungen über Privatisierungen bis zur jüngsten corporate governance-Diskussion einen langen Weg beschreiten müssen. Internationalisierung, Liberalisierung und Deregulierung haben im noch Ende der Achtziger überwiegend staatlichen Finanzsystem tiefe Strukturveränderungen ausgelöst. Der traditionell interventionistische Staat zieht sich allmählich zurück - neue Akteure wie institutionelle Investoren beschleunigen die Restrukturierung des etablierten Kapital- und Machtgefüges zwischen Banken, Versicherungen und Unternehmen. Der Autor folgt diesem Weg und durchleuchtet die wirtschaftlichen und politischen Beweggründe. Im Mittelpunkt stehen ein Vergleich der privaten und staatlichen Unternehmen und eine Analyse der Veränderungen auf den Finanz- und Kapitalmärkten. Auf Basis der entstehenden Kapitalstrukturen wird schließlich die weitere Entwicklung des capitalisme à la française erarbeitet.
Daniel Rutz
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